Stolberg - Ausstellung: Reiseapotheke in Altarform und Geräte

Ausstellung: Reiseapotheke in Altarform und Geräte

Von: dö
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Auch Spaß muss sein: Vergnügt und strahlend führt Hartmut Kleis (r.) einen Induktionsapparat zur Elektrotherapie vor: Probanden sind (v.l.) Roland Fuchs und Hermann Frantzen. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „Das deutsche Medizinmuseum hat in der Torburg Station gemacht“: Diese Aussage mag verwegen klingen, wird aber zunehmend realistisch, wenn man die Vielfalt und Qualität der Geräte und Apparaturen in Betracht zieht, die Apotheker Hartmut Kleis derzeit im Museum Torburg am Luciaweg ausgestellt hat.

Denn die dort gezeigten Exponate kann man getrost als einen repräsentativen Querschnitt aus der Medizin-, Pharmazie- und Labortechnik des 19. und 20. Jahrhunderts bezeichnen.

Eröffnet wurde die qualitätvolle Ausstellung, die noch bis Mitte Januar gezeigt wird, jetzt anlässlich einer Vernissage, an der rund 60 Besucher teilnahmen. Die einführenden Worte waren Museumsleiter Professor Dr. Roland Fuchs vorbehalten, der kurz die Entwicklung von Diagnose, Therapie und Medizintechnik skizzierte sowie auf die Vita von Hartmut Kleis einging, der sich seit vielen Jahren in seiner Freizeit unterstützt von seiner Ehefrau Gabriele Kleis und seinen Freunden Albert Jussen und Johannes Schernich dem Sammeln und Restaurieren von medizinischen und pharmazeutischen Gerätschaften widmet.

Danach war es der Experte und Apotheker selbst, der die zahlreichen Besucher mit den Exponaten seiner umfangreichen und niveauvollen Sammlung vertraut machte.

Zuvor hatte Kleis mit den Worten: „Im Laufe der Zeit standen dem Arzt immer mehr Heilungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der technische Fortschritt, und die Möglichkeit, Metalle aus korrosionsarmen Kupferlegierungen herzustellen, führte zu einer mannigfaltigen Entwicklung medizinischer Instrumente und Geräte“, die Entwicklung der Medizintechnik dargestellt.

Dabei wurden unter anderem Geräte und Apparaturen besichtigt und deren Verwendung sachkundig erläutert wie Klistierspritzen zur Entleerung des Darms, Messer für den Aderlass, es gab eine Reiseapotheke in Altarform zu sehen, Archibalds Tablettenapparat von 1879, ein chirurgischer Instrumentenkoffer aus dem 1. Weltkrieg, eine labortechnische Einrichtung zur Aspirinherstellung und ein Induktionsapparat für die Elektrotherapie. Gezeigt wird die Ausstellung noch bis Sonntag, 10. Januar. Geöffnet ist sie jeweils samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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