Stolberg - Ausstellung „Meine Heimat“: Drei Gesichter des Vichtbachs

Ausstellung „Meine Heimat“: Drei Gesichter des Vichtbachs

Von: Dirk Müller
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Christian Meurer, Lukas Eichenauer, Jeremiah Schiebel und David Bürke (v. l.) arbeiten an einem Teil des Vichtbach-Modells für die „Meine Heimat“-Ausstellung in der Burg-Galerie. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Natur stellt die jungen Modellbauer vor manche Herausforderung, die Lukas Eichenauer, Christian Meurer, David Bürke und Jeremiah Schiebel aber gewissenhaft annehmen. Die Sechstklässler des Ritzefeld-Gymnasiums achten darauf, dass jeder kleine Hügel, jeder Busch am Rande des Flussbetts möglichst natürlich wirkt.

Eines von drei Elementen ist so gut wie fertiggestellt, und bereits jetzt ist abzusehen, dass ihr Beitrag zu der „Meine Heimat“-Ausstellung ein besonderer Anziehungspunkt sein wird. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. René Ostrowski und Karl Meurer vom Stolberger Heimat- und Geschichtsverein lassen die Schüler „Drei Gesichter des Vichtbachs“ im Maßstab 1:87 entstehen.

„Das erste Gesicht stellt den naturbelassenen Oberlauf in Roetgen dar. Das zweite Teilstück wird durch die Stolberger Altstadt fließen, und das dritte Gesicht wird der Unterlauf im Stadtteil Mühle“, beschreibt David. Die Ausstellungen im Rahmen der Kupferstädter Weihnachtstage und unter dem Motto „Meine Heimat“ sind sehr beliebt. „5000 bis 8000 Gäste besuchen jährlich die Schau in der Burg-Galerie“, sagt Ausstellungsleiter Karl Meurer. Dafür, dass auch die nunmehr 26. Auflage ein Publikumsmagnet wird, bürgt schon das Thema, das der Heimat- und Geschichtsverein gewählt hat: „Der Vichtbach – Die Lebensader Stolbergs“.

Das Vicht-Modell der Schüler-AG im Ritzefeld-Gymnasium soll 4,50 Meter lang werden, aber nur einer der Bestandteile sein, die der Ausstellung besondere Attraktivität verleihen. „Aus dem Arbeitskreis Meine Heimat sind viele facettenreiche Ansätze hervorgegangen. Fotografien, Kunstinstallationen, Skulpturen, Videofilme und mehr werden zu sehen sein“, erläutert der Geschäftsführer des Heimat- und Geschichtsvereins.

Der Vichtbach werde auch Thema von Gemälden sein, ein Stück Gold aus dem Gewässer könne unter die Lupe genommen werden. Die Ausstellung sei sehr informativ, betont Meurer. Unter anderem widmet sich der Wasserverband Eifel-Rur Nutzen und Gefahren der Vicht, die Fische und die Vogelwelt des Bachs sind ebenfalls Gegenstand der Schau. Wassermühlen und Kupferhöfe an dem Gewässer werden thematisiert, die Verlegung des Bachbettes beleuchtet, und die Besucher können sich über den Vichttalplan des Egidius von Walschaple aus dem 16. Jahrhundert informieren. Nach dem Motto „Wie geht’s eigentlich unserem Hausbach“ wird das Fließgewässer untersucht, fotografische Impressionen vom Vichtbach laden zu Betrachtungen in die Burg-Galerie ein.

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