Ausstellung in Garnstock: Kunst zeigt das Wesentliche

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Im ehemaligen Franzsikaner-Kloster Garnstock wird jetzt eine besondere Ausstellung eröffnet.

Stolberg/Eupen. Im ehemaligen Franziskanerkloster Garnstock findet von Freitag, 2., bis einschließlich Sonntag, 11. Juni, in der Kapelle die Ausstellung „Ars Sacra - In Memoriam Dominikus Böhm, Maria Hasemeier-Eulenbruch - Anton Wendling“ statt.

Viele Stolberger und Eupener kennen und lieben den schlichten Ort der Besinnung, entweder als Ordensschule, in der die Franziskanerpatres bis zur Schließung 1976 insgesamt 348 junge Männer auf den Missionsdienst in Brasilien vorbereitet haben oder als Schule des Collège Patronné von 1973 bis 1983. Als Pfadfinder und Pfadfinderinnen oder auch als begeisterte Krippen- und Veranstaltungsbesucher.

Aber, wer weiß noch, dass ein geschichtlicher Zufall, das heißt, der Wiener Kongress 1815 den Anschluss von Eupen an Preußen und Baelen an die Niederlande bis 1830 beschloss? Preußen machte der katholischen Kirche das Leben schwer, so dass die Ordensgemeinschaften sich im Französisch sprechenden Teil Belgiens, im Falle des Klosters Garnstock, direkt an der Grenze zu Baelen, niederließen.

Den Franziskanern in Neutral-Moresnet brachte man kriegsbedingtes Misstrauen entgegen. Jedoch hatten sie guten Kontakt zu den Deutschsprachigen im Eupener Land. Sie kauften den Eucharistinerpatres den Garnstock ab. Und am 16. März 1924 feierten sie dort erstmals die heilige Messe, sehr zur Freude der Bewohner von Stockem, Eupen und Overoth (s. Dr. A. Minke).

Von Böhm geplant

Die Kapelle wurde vom berühmten Kirchenbaumeister Dominikus Böhm 1934 geplant. In den Kölner Werkschulen hatte Maria Hasemeier-Eulenbruch und über die Kunstgewerbeschule in Aachen der Glasmaler Anton Wendling (lange Zeit in Raeren wohnend) Kontakt zum Professor Dominikus Böhm.

Die drei Künstler und der Franziskanerpater Geraldo Roderfeld verband das Bemühen, mit den Kunstwerken das Schlichte und Wesentliche des franziskanischen Gedankens auszudrücken. Die Ehrenamtlichen der Stiftungen St. Franziskus von Assisi - Garnstock VoG und Peter Hodiamont sowie die Kunstsammlung Brochhausen/Schaffrath stellen Hand in Hand mit dem Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Ostbelgien und dem Geschichts- und Museumsverein Eupen, einmalige Werke aus einer Kunstepoche neu vor, die in Belgien nur am Garnstock ihre Spuren hinterlassen hat.

Heilige Messe

Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind vom 3. bis 9. Juni von 10 bis 18 Uhr. Am Pfingstmontag findet eine Messe um 9 Uhr statt. Freitag, 9. Juni, ist die Ausstellung von 14 bis 18 Uhr, Samstag, 10. und Sonntag, 11. Juni, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Parkmöglichkeiten gibt es am Ende der Hochstraße oder von der Kongogasse kommend, rechts auf der Garnstockwiese. Vor dem Kloster an der Vervierser Straße sind die Parkplätze beschränkt. Mehr Informationen im Internet auf www.garnstock.jimdo.com, oder unter Telefon 0032-87-552651 oder per E-Mail an garnstockinfo@gmail.com.

Die Ausstellung „Ars Sacra im Garnstock – in memoriam Maria Hasemeier-Eulenbruch – Anton Wendling – Dominikus Böhm“ wird im Rahmen einer Vernissage am Freitag, 2. Juni ab 18 Uhr eröffnet. Laudator ist Dr. Dirk Tölke, Kunsthistoriker aus Aachen. Die Musikalische Umrahmung übernimmt das Holzbläserquintett „La Quintessenza“.

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