Stolberg-Breinig - Ausstellung in Breinig zeigt Malerei, Keramik und Schmuck

Ausstellung in Breinig zeigt Malerei, Keramik und Schmuck

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die drei Künstlerinnen Michaela Frank (v. l.), Eva Kinzius und Petra Rink präsentieren die Gemeinschaftsausstellung „Kontraste“. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. „Kontraste“ ist die Gemeinschaftsausstellung dreier Künstlerinnen betitelt, die ab Samstag, 21. November, zu sehen ist. In Atelier und Galerie Rink zeigen Michaela Frank ihre Malerei, Eva Kinzius ihre keramischen Arbeiten und Gastgeberin Petra Rink ihre tragbare Schmuck-Kunst in Breinig.

Die Kontraste der vielfältigen Ausstellung finden sich nicht nur in den unterschiedlichen Werken, der drei Künstlerinnen, die in verschiedenen Bereichen arbeiten.

Kinzius, Frank und Rink präsentieren jeweils Exponate, mit denen sie hell und dunkel, leicht und schwer, rund und eckig oder Himmel und Erde thematisieren. Bei allen Unterschieden ist es den drei Künstlerinnen dennoch gelungen, eine Ausstellung zu zeigen, die eine Einheit darstellt. Daher sind die Kontraste für den Betrachter ebenso spannend wie die Entdeckung der vorhandenen Gemeinsamkeiten. Michaela Franks Bilder etwa zeigen oft Menschengruppen in Bewegung. Schemenhaft sind die Menschen nicht gegenständlich, sondern abstrahiert dargestellt und lassen dem Betrachter viel Spielraum für eigene Interpretationen. Dezent aufgebrachte Fundstücke wie Mohnkapseln deuten die dritte Dimension an.

Iranische Ornamente

Teils hat Frank auch iranische Ornamente eingearbeitet, und ihr Schaffen mit Fundstücken findet sich in weiteren collagenartigen Werken. Was wie ein Wolkenkratzer im Großstadt-Smog anmutet, ist bei näherem Hinsehen ein Teil eines alten Ofens: Eine Collage auf Grundlage einer alten liturgischen Bibel fasziniert ebenso wie ein Triptychon, in dem Holzfundstücke verarbeitet sind.

Eva Kinzius steuert sowohl „weißes Gold“ als auch in Raku-Technik gebrannte Keramiken zu der Ausstellung bei. Filigran, transparent, zart sind ihre Vasen, Schalen und Becher aus weißem Porzellan. Die organischen Formen wirken edel und verletzlich zugleich.

Im starken Kontrast dazu stehen die Werke, die nach dem Brennen nicht langsam im geschlossenen Ofen abgekühlt, sondern in Raku-Technik regelrechten Temperaturschocks ausgesetzt wurden. Diese Exponate wirken nicht verletzlich, sie sind verletzt. Feine Risse und Sprünge an der Oberfläche machen jedes Werk zu einem Unikat und geben den Objekten mit oft symmetrischen Formen ihren individuellen Charakter. Im Gegensatz zu dem leichten „weißen Gold“ der Porzellan-Arbeiten, sind Raku-Werke wuchtig und rußig.

Kontraste finden sich auch innerhalb der neuen „Rinkschmuck“-Kollektion der Gastgeberin. Von Petra Rink sind edle Weißgold Schmuckstücke zu sehen – und Werke mit geschwärztem Silber. Ob für besondere Anlässe gedacht oder für den Alltag geeignet: Rinks Kunstobjekte sind tragbar wie individuell. Sie beeindrucken schon auf den ersten Blick und geben beim zweiten spezielle Details wie fein eingewalzte Strukturen auf den Oberflächen preis.

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