Ausstellung: Fantastische Einblicke in die Großstädte

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Ein Besucher vor den Selbstporträts der berühmten amerikanischen „Straßenfotografin“ Vivian Maier im Berliner Willy-Brandt-Haus. Von Berlin wandert die Ausstellung ins städteregionale Kuk in Monschau. Foto: stock/Xinhua

Stolberg/Monschau. Nach Berlin präsentiert das KuK der Städteregion Aachen in Monschau die Ausstellung „Vivian Maier – Street Photographer“ mit einer Auswahl von rund 120 Werken.

Vivian Maier, die 1926 in New York geborene und 2009 in Chicago gestorbene Fotokünstlerin, hatte ein außergewöhnlich gutes Auge für Details und den Zauber, der in der Vergänglichkeit des Augenblicks wohnt. Maiers Bilder gehören zu den spektakulärsten Entdeckungen in der Geschichte der Fotografie.

John Maloof, ein Immobilienmakler aus Chicago, erwarb unzählige Negative aus dem Nachlass der alleinstehenden Frau, die über 40 Jahre lang als Kindermädchen gearbeitet hatte. In Kooperation mit der Galerie Howard Greenberg in New York organisierte er die Ausstellungen und drehte den Dokumentarfilm „Finding Vivian Maier“, der im Rahmen der Vernissage gezeigt wird.

Zeitlebens im Schatten

Über ihr Leben ist noch nicht viel bekannt, denn zeitlebens blieb sie im Schatten und sie starb faktisch mittellos. 2009 fanden sich in der Zwangsversteigerung einige tausend unentwickelte Filmrollen neben Vintages und Negativen, die von drei Bietern ersteigert wurden.

In kurzer Zeit stieg sie in Fach- und Sammlerkreisen zu einer der wichtigsten amerikanischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts auf. Sie selbst hatte dabei zeitlebens niemandem ihre Aufmerksamkeit gezeigt und einen Großteil ihres Werkumfangs nicht einmal gesichtet.

Dieser wird auf circa 120.000 Aufnahmen geschätzt. Die Ausstellung wurde bisher unter anderem in den USA, in Schweden und Kanada gezeigt. Der Betrachter von heute erlebt nicht nur die Passanten von damals, sondern erhält ganz nebenbei einen fantastischen Einblick in den Alltag der Großstätte New York und Chicago in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Vivian Maiers Super-8-Aufnahmen, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, ermöglichen es den Besuchern, dem Blick der Fotokünstlerin zu folgen.

Die Vernissage findet am Sonntag, 19. April, um 12 Uhr statt. Die Ausstellung wurde von Anne Morin kuratiert und produziert von „diChroma photography“ in Kooperation mit „Howard Greenberg Gallery“ in New York.

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