Außengelände der Gesamtschule Stolberg ist fertig

Von: Sarah-Lena Gombert
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Mehr Platz und jede Menge Sitzgelegenheiten, um sich vom Unterricht zu erholen: Das Außengelände der Gesamtschule an der Walter-Dobbelmann-Straße in Stolberg ist endlich fertig. Auf mehreren Ebenen können sich die derzeit rund 400 Schüler von Gesamtschule und auslaufender Realschule in den Pausenzeiten tummeln. Foto: S.-L. Gombert
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Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger (von links), Technischer Beigeordneter Tobias Röhm, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Gesamtschulleiter Helge Pipoh weihen das Außengelände ein.

Stolberg. Hell, großzügig und aufgeräumt: Kaum wiederzuerkennen ist der Schulhof der Stolberger Gesamtschule an der Walter-Dobbelmann-Straße. Die Stadt hat das Gelände seit dem vergangenen Sommer komplett überholen lassen.

Eine halbe Million Euro wurden dafür investiert, damit die aktuell 400, künftig 600, Schüler am Standort einen angenehmen Aufenthaltsort haben, an dem sie ihre Pausen verbringen können. Am Montagmorgen ist der Hof im Beisein von Stadtverwaltung, Architekten und natürlich der Schülerschaft offiziell eingeweiht worden.

„Die Treppen auf dem Gelände waren in einem schlechten baulichen Zustand, die haben wir erneuert“, erklärt Michael Reepel vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro in Düren. Und nicht nur das: Außer der Treppenanlage sind jede Menge Sitzflächen aus hellem Sichtbeton entstanden.

Der untere Bereich des Schulhofs, bis zum vergangenen Sommer noch eine Wiese mit dichtem Bewuchs, ist ebenfalls asphaltiert worden. „Die üppige Vegetation hatte zu einer Zergliederung der Fläche geführt“, erklärt Reepel. Außerdem seien die Klassenräume im unteren Bereich einer starken Verschattung ausgesetzt gewesen, und die Entwässerung sei durch die starken Gefälle des Geländes ebenfalls problematisch gewesen.

Es wurden Bereiche der Gebäudefassade trockengelegt und entsprechend nachbearbeitet. Auch eine neue Außenbeleuchtung hat der Schulhof bekommen. Um die statische, etwas „eckige“ Gestaltung des Hofs ein wenig aufzubrechen, wurden auf der untersten Ebene kleine Erhebungen aufgeschüttet und geschwungene weiße Linien auf den Asphalt aufgebracht. „Wir hoffen, dass wir damit den Bewegungsdrang der Schüler ein wenig ansprechen“, so Architekt Reepel.

Die Gesamtfläche des Hofs ist, trotz einem Höhenunterschied von ungefähr acht bis neun Metern, deutlich erweitert worden, wie die Architekten erklären. Das ist auch dringend notwendig, denn die Schülerzahl am Standort wird, sobald die Gesamtschule voll ausgelastet ist, noch einmal kräftig anwachsen.

„Eine besondere Herausforderung war für uns, mit dem Baubestand zu arbeiten“, sagt Michael Reepel junior, ebenfalls Architekt aus Düren. Nicht ganz einfach sei beispielsweise gewesen, dass man bei den Bauarbeiten sehr nahe an das Gebäude herangehen musste, bis auf anderthalb Meter. „Wir hatten zwischendurch kurz überlegt, ob uns dadurch der Toilettentrakt der Schule abrutschen könnte“, sagt Reepel senior, doch in Kooperation mit der bauausführenden Firma Weindorf aus Hürtgenwald habe alles gut geklappt.

Ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis sind die Schulleitungen der Gesamtschule und der auslaufenden Realschule. „Es ist sehr gut, dass wir als Schulen schon von Anfang an mit in die Planungen miteinbezogen worden sind.

So konnten wir unsere Ideen und Vorstellungen einfließen lassen“, sagt Helge Pipoh, Schulleiter der Stolberger Gesamtschule. „Der neue Schulhof erleichtert auch die Arbeit der Kollegen, die Pausenaufsicht haben, enorm. Es gibt nun keine Ecken mehr, wo die Schüler sich vor den Lehrern verstecken können“, erklärt Silvia Müller-Gröls, Leiterin der auslaufenden städtischen Realschule in Stolberg.

Auch für etwas anderes bietet sich der neugestaltete Schulhof gerade zu an: für ein Open-Air-Kino, das auf der untersten Ebene aufgebaut werden kann. Der Hof wird, dank seiner außergewöhnlichen topographischen Situation, zu einem Auditorium unter freiem Himmel.

Damit die Vision eines Kinos eventuell auch in die Tat umgesetzt werden kann, hat man auf allen Ebenen an Stromanschlüsse gedacht. Am unteren Ende des Hofs wurden Versorgungspoller installiert, die die technische Versorgung sicherstellen sollen.

Doch auch auf den mittleren Ebenen „Wir haben uns auch schon über Preise erkundigt“, sagt Helge Pipoh grinsend und erklärt, dass man sich wohl zunächst auf das Ausleihen einer aufblasbaren Leinwand beschränken müsste. Doch die Idee, an der Walter-Dobbelmann-Straße im Sommer Filme zu zeigen, wollen sowohl Schule als auch Stadtverwaltung möglichst umsetzen.

„Wir sind froh, dass in der Sache große Einigkeit in Verwaltung und Kommunalpolitik bestand“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Aus seiner Sicht sei es wichtig, dass sich die Umgestaltung der Schullandschaft in Stolberg auch darin widerspiegelt, dass für die Schüler angemessene Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden.

Schulleiter Helge Pipoh nutzt die Gelegenheit, bei der Einweihung zur nächsten Feier einzuladen: „Die Gesamtschule wird im kommenden Schuljahr fünf Jahre alt“, sagt er. Und diesen Geburtstag wollen Schüler und Lehrer am 9. September mit einem Schulfest feiern.

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