Ausschuss beschließt Spielgerät, streitet aber über Standort

Von: dö
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Stolberg. Der Behindertenausschuss hat die Anschaffung und Aufstellung eines Spielgerätes für behinderte Kinder beschlossen. Die benötigten Mittel - erforderlich sind rund 10.000 Euro - sollen der „Hubertine-Heine-Stiftung” entnommen werden.

Keine Einigung wurde allerdings über den Standort erzielt, der mit dem neuen Spielgerät, das auch von nicht behinderten Kindern benutzt werden kann, bestückt werden soll.

Die von Katharina Oebel vom Sozialamt vorgestellten Standorte - sie brachte unter anderem den Spielplatz am Familienzentrum in der Velau und den Spielplatz an der integrativen Tagesstätte auf der Liester ins Gespräch - fanden bei den Beiratsmitgliedern keine Gegenliebe. Stattdessen plädierten sie für einen zentral gelegenen Standort und forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, ob auf der vor dem Rathaus vorhandenen Spielfläche ein behindertengerechtes Spielgerät installiert werden kann.

Favorisiert wurde diese Spielfläche nicht nur wegen ihrer zentralen Lage, sondern auch wegen ihrer besonderen Ausstattung. Denn die vor dem Rathaus gelegene Fläche ist mit Fallschutzmatten ausgestattet, die für die Aufstellung eines behindertengerechten Spielgerätes unbedingt erforderlich sind. Kosten, die die Beiratsmitglieder gerne einsparen möchten, weil die Ausstattung mit Fallschutzmatten die Spielgeräteinstallation erheblich verteuern würde.

Abgelehnt hat der Ausschuss hingegen die Durchführung einer von der Landesregierung unterstützen Idee. Öffentliche Gebäude, Gaststätten und Geschäfte sollen nämlich mit einem Signet ausgestattet werden, wenn Zugänge und Einrichtung barrierefrei erreichbar sind.

Das Prüfverfahren ist nach Meinung des Beirats zu bürokratisch und zu aufwändig angelegt. Denn für die Überprüfung der infrage kommenden Einrichtungen muss neben einem Verein und einem Vorstand auch ein Arbeitskreis gebildet werden. Die Vergabe des Signets wurde abgelehnt, da man den Verwaltungsaufwand als zu groß beurteilte.

Auf Zustimmung stieß hingegen die Idee, im unmittelbaren Bereich des Bethlehem-Krankenhauses behindertengerechte Parkplätze einzurichten. Erste Gespräche haben bereits mit Krankenhausdirektor Thomas Schellhoff stattgefunden. Der Ausschuss beschloss, die weitere Entwicklung abzuwarten. Favorisiert werden vom Ausschuss Stellplätze im Bereich des Wirtschaftshofes oder unmittelbar am Zentrum für ambulante Physiotherapie (ZaP) gelegene, behindertengerechte Parkplätze.

Eile ist nach Meinung des Ausschusses auch erforderlich, wenn es um die Absenkung der Bordsteinkanten geht. Laut Ausschussmitglied Hermann-Josef Vroomen müssen rund 70 Bordsteinkanten abgesenkt werden, weil sie nicht behinderten- und seniorengerecht ausgestattet sind. Um die Lösung dieses Problems voran zu treiben, wurde die Verwaltung aufgefordert, über den Verlauf der begonnenen Arbeiten zu berichten.
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