Auslandspraktikum bietet „Strauß an Erfahrungen“

Von: Lukas Franzen
Letzte Aktualisierung:
Europaklasse
Nach ihren drei- bis vierwöchigen Auslandspraktika in den Niederlanden, der Türkei, Schweden, Polen und Spanien halten die angehenden Erzieher der Europaklasse am Stolberger Berufskolleg ihre Europässe in den Händen. Klassenlehrerin Dr. Sabine van Nek (vorne links) hofft, dass das Interesse an dem Europaklassen-Konzept weiter anhält. Foto: L. Franzen

Stolberg. Ein großer Traum ging für Kyra Klemp und Lena Freialdenhoven leider nicht in Erfüllung. Als sich die beiden Schülerinnen des Stolberger Berufskollegs (BBS) dazu entschlossen, ein Praktikum in Schweden zu absolvieren, stand für sie fest: „Wir wollen Elche sehen.“

Das hat leider nicht funktioniert. Denn wer in Schweden einen Elch zu Gesicht bekommen möchte, muss sich tief in den Wald hineintrauen, wie sie schnell von den Einheimischen erfuhren. Gelernt haben die angehenden Erzieherinnen aber nicht nur etwas über den Lebensraum von Elchen. Sie lernten das pädagogische System Schwedens kennen, die schwedische Sprache – und nicht zuletzt: Europa. „Die Wertschätzung, die uns entgegengebracht wurde, habe ich mit nach Deutschland gebracht“, sagt Lena Freialdenhoven und ist überzeugt, dass das Praktikum sie persönlich wie beruflich weitergebracht hat.

Viele Partnerländer

Genau das sei das auch das Ziel der Auslandspraktika, die das Berufskolleg als Europaschule seit 2006 vermittelt, sagt Klassenlehrerin Dr. Sabine van Nek, die das Projekt seit Anfang an betreut. Sie spricht von einem „Strauß an Erfahrungen“, mit dem ihre Schüler nach den drei- bis vierwöchigen Praktika, die sie in einem der Partnerländer der BBS absolviert haben, nach Stolberg zurückkehren. Dazu zählen neben Schweden die Niederlande, die Türkei, Spanien, Frankreich und Polen. Mit Österreich, England und Belgien soll das Angebot im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden. Und nicht nur das Angebot an Erziehungseinrichtungen, die sich bereit erklären, Schüler aus Stolberg und der Umgebung bei sich aufzunehmen, ist in den letzten Jahren gestiegen, sondern auch die Nachfrage für einen Platz in einer Europaklasse.

„Mit sechs oder sieben Schülern haben wir klein angefangen“, sagt van Nek. In den vergangenen Jahren habe dagegen ein richtiger „Hype“ um Plätze in ihrer Europaklasse eingesetzt. Denn die Anmeldezahlen lagen stets bei über 20 Schülern. Van Nek: „Ich hoffe, dass das Interesse in den nächsten Jahren weiter so groß sein wird.“

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