Ausbau der Geburtshilfe: Von der Stadt unterstützt

Von: Jürgen Lange
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Die Stadt Stolberg unterstützt ihr Krankenhaus.

Stolberg. Das Kommunalinvestitionsfördergesetz (KIF) des Bundes macht es ausdrücklich möglich. Die Kupferstadt unterstützt den Ausbau der Geburtshilfe am Stolberger Gesundheitszentrum mit 200.000 Euro. Mit breiter Mehrheit – gegen die Stimmen von FDP und Linken – hatte der Stadtrat die Mittel bereitgestellt.

Am Mittwoch nahm Krankenhaus-Geschäftsführer Dirk Offermann den Förderbescheid entgegen. „Das ist eine seltene Möglichkeit für die Stadt, nicht nur verbal, sondern auch mit Taten das Krankenhaus zu unterstützen“, sagte Tim Grüttemeier und verwies auf die Restrukturierung des größten Arbeitgebers in der Stadt.

„Es ist der politische Wille, dass Krankenhäuser Zentren bilden“, erläuterte Offermann. Aufgrund vorhandener Strukturen wurde die Gynäkologie in Eschweiler, die Geburtshilfe in Stolberg konzentriert. Noch in diesem Monat reicht das Krankenhaus den Antrag für den Neubau von sechs Kreißsälen ein; er soll Bis Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen. Die Bausumme liegt bei 1,5 Millionen Euro.

Anfang März und November hat das „Bethlehem“ seine Kapaziätten bereits auf fünf Kreißsäle erweitert. „Die Zahl der Geburten liegt aktuell bei 1276“, erwartet Manuela Osman für dieses Jahr bis zu 1500 neue Erdenbürger, die in Stolberg das Licht der Welt erblicken. „Wir bemühen uns ganz flexibel den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt die Leitende Hebamme. Die Anzahl der Hebammen sei auf je drei in der Früh- und Spät- sowie auf zwei in der Nachtschicht erhöht worden. Zudem wurde die Anzahl der Bereitschaftärzte verdoppelt, erklärte Chefarzt Dr. Uwe Heindrichs. „Falls erforderlich, werden wir weitere Anpassungen vornehmen, bis die neue Geburtsklinik steht“, unterstrich Offermann. Dann werden die Kreißsäle allen modernen Komfort aufweisen, die die werdenden Eltern erwarten.

Gleichzeitig wurde vor dem Hintergrund der Zentrenbildung erneut ein externes Risikoaudit durchgeführt, das dem Krankenhaus eine sorgfältige und umsichtige Arbeit bescheinige, betonte Pflegedirektorin Agnes Gerden-Schmitz.

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