Aus der Schulfreundschaft wird eine glückliche Ehe

Von: gro
Letzte Aktualisierung:
10929169.jpg
Können am kommenden Donnerstag auf 50 gemeinsame und glückliche Ehejahre zurückschauen: Erika und Hans-Josef Wellmann. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Wer in der Kupferstadt nach Hans-Josef Wellmann gefragt wird, der hat in der Regel eine Antwort parat. Und die kann mitunter auch etwas länger ausfallen. Schließlich hat sich der gebürtige Eschweiler, der seit mittlerweile fast 50 Jahren Stolberg seine Heimat nennt, vielfach ehrenamtlich engagiert – und er macht dies bis heute.

Im Karneval war er nicht nur Prinz (Session 1989/90), sondern viele Jahre auch Komiteepräsident. Im Fußball war er zunächst am Ball aktiv und übernahm später als Schiedsrichter Verantwortung. Das tat er ebenso als langjähriger Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt und Sprecher des Seniorenbeirates.

Die Aufzählung ließe sich noch um einiges fortsetzen. Doch an dieser Stelle soll eine andere Geschichte erzählt werden. „Ich hätte mich nie so vielfältig engagieren können, wenn meine Frau mir nicht stets den Rücken freigehalten hätte“, betont Wellmann. Womit wir beim eigentlichen Thema angelangt sind: Denn Erika Wellmann steht seit 50 Jahren nicht nur hinter ihrem Gatten, sondern auch an seiner Seite: Am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, feiert das Paar seine Goldhochzeit. Und wer die beiden so gemeinsam beobachtet und erzählen hört, der hat keinerlei Zweifel daran, dass beide heute genauso glücklich sind, wie sie es damals waren.

Damals, das heißt zunächst in Eschweiler, oder genauer gesagt in Bergrath, wo Erika und der drei Jahre ältere Hans-Josef zur Schule gingen. Es war nicht die einzige Gemeinsamkeit der jungen Menschen. Denn sie sangen auch im Kirchenchor und teilten die Begeisterung für den Karneval, der sie bei Auftritten mit Gesang, Akkordeonmusik und Büttenrede auf der Bühne zusammenführte. Der Schritt ins gemeinsame Leben war von dort aus gar nicht mehr weit. Auch wenn manch einer dem Paar aufgrund des Altersunterschiedes anfangs durchaus mit Skepsis begegnete. „Das gilt aber nicht für unsere Familien. Sie haben uns von Beginn an akzeptiert“, schmunzelt Erika Wellmann.

Nach der Ausbildung – sie wählte die kaufmännische Laufbahn in der Textilbranche, er wurde Industriekaufmann, fanden Erika wie auch Hans-Josef Arbeit im benachbarten Stolberg. „Deshalb haben wir entschieden, uns dort eine Wohnung zu suchen“, erzählt Hans-Josef Wellmann. Zunächst wohnte das Paar in der Innenstadt. Später, auch wegen der Geburt der beiden Töchter Gabriele und Kirsten, die ihnen mittlerweile fünf Enkelkinder geschenkt haben, ging es für die Wellmanns in die Atsch. Seitdem sind sie in der Würselener Straße zu Hause, lediglich Wohnung und Hausnummer haben sie vor sieben Jahren einmal gewechselt.

Ein bisschen kürzertreten

Inzwischen treten sie ein bisschen kürzer. Hans-Josef Wellmann, der einige Ehrenämter auf- bzw. abgegeben hat, und mit ihm Erika, die sich freut, mehr Zeit mit ihrem Mann verbringen zu können. „Schließlich gab es Phasen, in denen er fast jeden Abend unterwegs war.“ Unterwegs sind die beiden heute vor allem zu zweit. Sie beteiligen sich am Vereinsleben, verbringen mit Freunden gemütliche Nachmittage und genießen es, die familiären Kontakte zu pflegen.

Mit der ganzen Familie soll dann auch die Goldhochzeit gefeiert werden – allerdings erst am 3. Oktober. Wer dem Jubelpaar am eigentlichen Festtag gratulieren möchte, ist herzlich eingeladen und hat am Donnerstag ab 11 Uhr in der Würselener Straße 21 Gelegenheit dazu.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert