Auflösung des Fotorätels vom 19. Juli: Das Kreuz im Schulwald

Von: Toni Dörflinger
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Frisch restauriert: Das Holzkreuz im Schulwald von Mausbach. Foto: Dörflinger

Stolberg-Mausbach. Die Anregung lieferte der „Tag des Baumes“: Schüler der Geburtsjahrgänge 1939/1940 und 1941 legten 1954 auf einem 3600 Quadratmeter großen Grundstück in der Nähe des Ehrenmales am Nassenberg einen kleinen Wald an.

Weil Schüler der damaligen Mausbacher Volksschule an der Aktion beteiligt waren – es wurden überwiegend Birken gepflanzt – setzte sich rasch der Name „Schulwald“ durch.

Untergebracht waren die Schüler in dem ehemaligen Schulhaus am Markusplatz, das im späten 19. Jahrhundert errichtet wurde. Ideen für die Pflanzung der Bäume kamen auch von dem damaligen Leiter der Mausbacher Volksschule Josef Soldierer. Seine Ideen in die Tat umgesetzt hatten unter anderem die Lehrkräfte Leo Esser und Peter Staner sowie die Schüler Albert Schönen, Walter Klotz, Ingo Roßbruch und Adolf Konrads. 1959 wurden im Schulwald die letzten Bäume gepflanzt. Danach war die Pflanzaktion abgeschlossen.

Kurz nach der Einrichtung des Schulwaldes hatte der Schreiner Reiner Prost das Wäldchen mit einem von ihm selbst gefertigten und geschnitzten Hinweisschild versehen: Unterhalb der Silhouetten von drei Tannen befand sich ins Holz eingelassen die Schrift „Schulwald“. Diese Tafel, inzwischen arg in die Jahre gekommen, wird derzeit von dem damaligen Urheber und Künstler Reiner Prost wieder restauriert. Bestandteil des Schulwaldes ist neben dem kunstvollen Hinweisschild auch ein mehrere Meter hohes Holzkreuz, das als Friedenskreuz bezeichnet, auf eine Initiative von Leo Esser zurückgeht.

Der damalige Volksschullehrer hatte das ebenfalls von Reiner Prost geschaffene Mahnmal in Erinnerung an seine im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen Angehörigen im Schulwald aufstellen lassen. Errichtet wurde das Kreuz – ein ähnliches Gedenkkreuz hatte sich auch im benachbarten Ehrenmal am Nassenberg befunden – wenig später nach der Pflanzung der ersten Bäume im Jahr 1954. Dieses Kreuz ist nun vom CDU-Ortsverband unter der Leitung von Heinz-Gerd Baum, Hans Bruckschen und Förster Theo Preckel restauriert worden.

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