Auf Topniveau: Instrumentalisten begeistern im Zinkhütter Hof

Von: Dirk Müller
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Der von Christoph Leuchter geleitete Neue Chor Würselen und die Instrumentalisten entfachen bei dem Konzert im Museum Zinkhütter Hof wahre Begeisterungsstürme. Foto: D. Müller

Stolberg. Sein guter Ruf war ihm vorausgeeilt: Der Neue Chor Würselen konzertierte in Stolberg vor beeindruckender Kulisse, denn das Museum Zinkhütter Hof war ausverkauft. Noch wesentlich beeindruckender allerdings war das Konzert, mit dem der große gemischte Chor und die Instrumentalisten das Publikum begeisterten.

Die Musiker waren in Bestform und bescherten dem Auditorium ein faszinierendes Klangerlebnis. Das Ensemble feiert derzeit sein 15-jähriges Bestehen, und unter dem Motto „Sahnestücke“ präsentierte der Neue Chor Würselen „das Beste aus 15 Jahren und ganz viel Neues“, wie Leiter Christoph Leuchter erklärte. Dies bedeutete hochkarätigen Musikgenuss.

Die Akteure intonierten populäre Titel in sehr ansprechenden Arrangements. Harmonisch, virtuos und dynamisch brachte das Ensemble Welthits wie „Here comes the Sun“, „Let it be“ und „Hey Jude“ der „Beatles“ oder „Sound of Silence“ und „Bridge over troubled Water“ von Simon and Garfunkel zu Gehör. Ob bei romantischen Liedern wie „Kiss from a Rose“ (Seal) oder bei energiegeladenen Werken wie der „Bohemian Rhapsody“ von „Queen“ – der Chor überzeugte voll und ganz mit unwiderstehlicher Strahlkraft.

Chorleiter Christoph Leuchter führte in charmanter und humorvoller Manier durch den Abend, das Konzert gewann zudem enorm an Reiz und Qualität durch die instrumentale Begleitung. Harald Claßen (Saxofon, Klarinette und Akkordeon), Franz-Josef Ritzerfeld (Gitarren), Markus Butz (Schlagzeug) und Manes Zielinksi (Bass) sowie Dirigent Leuchter am Piano bereicherten das Gastspiel im Zinkhütter Hof mit ihren Fertigkeiten. Stücke wie „Fields of Gold“ von „Sting“, „Circle of Life“ und „Canyou feel the Love tonight“ von Sir Elton John aus dem Musical „König der Löwen“ kamen beim Publikum bestens an.

Der Chor sang bravourös ein mitreißendes „Abba“-Medley und brachte zu den Instrumentalisten auch gesanglich Solisten ins Spiel. Etwa bei Billy Joels „For the longest Time“, bei dem Patrick Kafka glänzte. Brillant war auch Christina Ritzerfeld, die mit dem Neuen Chor Würselen „Gabriellas Sång“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ darbot, wobei die Sängerinnen und Sänger den schwedischen Originaltext intonierten. Mit Songs wie „Son of a Preacher Man“ (Dusty Springfield), „Billie Jean“ (Michael Jackson) und „What a wonderful World“ (Louis Armstrong) präsentierte der Neue Chor dem Publikum weitere bekannte Lieder.

Umso bemerkenswerter war, dass die Werke aus der Feder von Christoph Leuchter wie „Zungen aus Feuer“ und „In immer neuen Liedern“, die Leuchter auch selbst sang, keineswegs hinter den großen Welthits zurückstanden. Ganz im Gegenteil: Ein absoluter Höhepunkt des Abends war Leuchters Eigenkomposition „Auf dem Weg“, bei dem das Ensemble von drei syrischen Gastmusikern unterstützt wurde. Auf einen fantastischen orientalischen Beginn folgten Elemente von Chansons, Jazz und Swing, Gospel und Rock – allesamt in nur einem einzigen Lied.

Die Musiker erhielten tosenden Applaus, und die Zuhörer wollten das Ensemble erst nach vier Zugaben von der Bühne lassen. Und bevor Chor und Instrumentalisten sich mit dem traditionellen Gospelsong „Oh happy Day“ endgültig verabschiedeten, erwiesen sie sich noch als humorvoll, indem sie unter anderem „Always look on the bright Side of Life“ aus dem „Monty-Python“-Film „Das Leben des Brian“ zum Besten gaben.

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