Stolberg - Auf städtischen Plätzen summiert sich der Sanierungsstau

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Auf städtischen Plätzen summiert sich der Sanierungsstau

Von: -jül-
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Stolberg. Der Zustand der Fußballplätze kann den begeisterten Kickern eher die Tränen in die Augen treiben. Sie rangieren auf der aktuellen Bewertungsliste zwischen neun und 18 Handlungspunkten – mit der Ausnahme des Rasenplatzes Breinigerberg alle zweistellig.

Der Spitzenreiter für Handlungsbedarf – vor allem wegen der Mitnutzung durch Leichtathleten und Schulsport – ist der Naturrasen am Glashütter Weiher. Grob geschätzt summieren sich die Kosten für die Erneuerung von Entwässerung, Einfassung, Beregnungsanlage und Rasen auf 90.000 Euro.

Mit 16 Punkten folgt der Aschenplatz in Dorff – er wurde als „kleinster Fußballplatz Deutschlands“ bekannt – auf Position zwei. Die Kosten für die Deckensanierung wird mit 30.000 Euro angegeben; hinzu kommen die Erneuerung von Toren und Zäune für 20.000 Euro. Die Sanierung dieser Tennenanlage soll in diesem Jahr anlaufen, schlägt Robert Voigtsberger dem Sportausschuss vor, der zudem über eine Prioritätenliste für das weitere Vorgehen befinden soll.

Mit jeweils 13 Punkten folgen bei der Bestandsaufnahme der Tennenplatz in Mausbach und das Naturstadion in Werth. Am Wolfeter erfolgten 2011 die letzten Sanierungen; nun liegen die Kosten für die Decke bei 24.000 Euro, für Zäune bei 18.000 Euro und für Tore bei 5000 Euro. „Auf Du“ mit dem Maulwurf ist die SG Stolberg traditionsgemäß mit dem Rasenplatz im Naturschutzgebiet zwischen Heide und Steinbruch; 27.000 Euro müssten mindestens investiert werden.

Mit zwölf Punkten folgt das Waldstadion Schevenhütte, das „in keiner Beziehung den normgerechten Anforderungen eines Fußballplatzes entspricht“. Der BSC ist bescheiden, fleißig, stellt keine großen Forderungen und macht das Beste aus der Lage, aber 20.000 Euro wären erforderlich, um den Rasen verkehrssicher zu machen.

Der am Waldesrand gelegene Rasenplatz in Venwegen bekommt gelegentlich Besuch von Wildschweinen und besitzt einen besonders hohen Anteil an Wildkräutern. 28.000 Euro für neuen Rasen und 35.000 Euro für die Drainage wären fällig.

Mit zehn Punkten bewertet ist der Aschenplatz Venwegen. Für die Deckensanierung sind 27.000 Euro, für die Überholung der Beregnungsanlage 7000 Euro und für die Entwässerung 4000 Euro kalkuliert. Den selben Punktestand erzielt der Tennenplatz Breinigerberg, wo das Spielfeld für 23.000 Euro aufgebessert werden müsste.

Der Rasenplatz Breinigerberg ist mit neun Punkten gelistet, dessen Aufbereitung auf 22.000 Euro geschätzt wird.

Diese Daten basieren aber lediglich auf eine punktuelle Bewertung, macht Voigtsberger aufmerksam. Es fehlen genaue Analysen, Aufmaße und Funktionskontrollen. Vieles entspreche nicht mehr aktuellen Vorgaben der Sportverbände. Die vorgeschlagenen Maßnahmen könnten nur den „verkehrssicheren Zustand und einen regulären Spiel- und Trainingsbetrieb gewährleisten“. Selbst nach Instandsetzung seien die Sportplätze nicht mit Neuanlagen gleichzusetzen. Zudem könnten keine Prognose über die tatsächlichen Kosten gemacht werden. Entsprechend fehlten Angaben zu den Folgekosten für Pflege und Unterhaltung. Deshalb verzichte die Verwaltung auf einen Vorschlag für eine Prioritätenliste; dies sei Aufgabe der Politik.

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