Auf Safari und mit dem Bett durch Zweifall

Von: Toni Dörflinger
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Tollität krönt einen prächtigen Umzug in Zweifall: Prinz Abes I. (Aberle) thront in einem roten Feuerwehrwagen und schmießt reichlich Kamelle. Foto: Toni Dörflinger
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Auf zur Safari auf Zweifalls Straßen: Großwildjäger tummeln sich beim Umzug mit Tigern, Elefanten und Zebras. Foto: Toni Dörflinger

Stolberg-Zweifall. Was will man mehr?: Strahlender Sonnenschein, tiefblauer Himmel, ein rekordverdächtiger Umzug und ein gut gelaunter Prinz der haufenweise Kamelle in die Menge schaufelt. So erlebte das „Eeschekülleland“ den Rosenmontagszug, der aufgrund seiner Länge und seines Ideenreichtums das Prädikat erstklassig verdient.

Nicht nur die Gesellschaften aus Werth, Gressenich, Vicht, Schevenhütte und Münsterbusch hatten große Abordnungen geschickt, sondern auch zahlreiche Fußgruppen trugen dazu bei, dass der Umzug eine stattliche Länge erreichte. Für gute Atmosphäre sorgte aber vor allem das Publikum, das insbesondere an der Ecke Werk-/Jägerhausstraße in Dreierreihen an der Straße stand.

In bunte Gewänder mit Federn hatten sich die Frauen vom Fußballclub gekleidet. Sie sorgten als Pfauen dafür, das Zweifalls Straßen in ein buntes, paradies-ähnliches Bild getaucht wurden. Zum siebten Mal vereinte die Fußgruppe „Dat Kinderjärtche“ Jung und Alt. Sie hatten sich diesmal Zwergenkostüme angezogen.

Stattlich war die Gruppe, die Zweifalls Straßen für eine Safari nutzte: Neben Tigern und Löwen sowie einem Zebra aus Pappmaché wurden Elefanten mit geführt, die von Großwildjägern mit Tropenhelmen verfolgt wurden.

In einem „Pflegebett“, das von zwei jungen Krankenschwestern wurde, ließ sich Hartmut „Harti“ Matheé durch den Ort fahren. Er nahm damit den vermeintlichen Pflegenotstand aufs Korn. Begleitet wurden die Fußgruppen von rund 15 Motivwagen.

Auf ihre Kosten kamen auch die Zuschauer und Teilnehmer denen es nach fetziger Karnevalsmusik verlangte. Sie wurden aus den mitgeführten großen Lautsprecherboxen versorgt oder erfreuten sich am Spiel der Donnerberger Trompetenbläser und des Spielcorps Zweifall. Für Musik sorgte auch DJ „Josi“ (Joachim Müller), der seine Anlage vor der Wohnung von Tollität Abes I. (Andreas Aberle) an der Jägerhausstraße aufgebaut hatte.

Das dicke Ende hatte sich Tollität selbst ausgesucht: Abes I. thronte in einem rot lackierten Feuerwehrwagen aus Pappmaché und schaufelte unentwegt Kamelle und andere Süßigkeiten in die gut gelaunte, schunkelnde Menge: Tollität ist als Feuerwehrmann in der Alsdorfer Hauptwache tätig und engagiert sich freiweillig in der Zweifaller Löschgruppe.

Neben Süßigkeiten gab es Erbsensuppe, die die Feuerwehr aus einer Gulaschkanone ausschenkte. Den Zugweg hatte man so gewählt, dass er am so genannten Kaiserplatz gleich dreimal vorbei kam. Nach Zugende war noch lange nicht Schluss, denn traditionell lockte die „After-Zoch-Party“ ins Festzelt an der Kornbendstraße.

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