Auf der Liester: In die erste Oberstufe wird viel investiert

Von: Dirk Müller
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Alles ist vorbereitet: In der städtischen Gesamtschule Auf der Liester wird im Gebäude an der Walther-Dobbelmann-Straße im kommenden Schuljahr die erste Oberstufe Einzug halten. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Sie hat zwar bereits im Schuljahr 2012/13 den Betrieb aufgenommen, ist aber immer noch eine „Schule im Aufbau“, wie Helge Pipoh erklärt. „In 2018 stehen die ersten Haupt- und Realschulabschlüsse an“, führt der Leiter der Städtischen Gesamtschule Auf der Liester aus.

Vollendet sei der Aufbau aber erst dann, wenn auch die erste Generation von Schülern mit Abitur in der Tasche die Schule verlasse. Und just in diese Richtung weist der nächste große Schritt, den Stolbergs erste Gesamtschule im kommenden Schuljahr geht, denn dann startet die Oberstufe.

Mit circa 50 Schülern aus dem „Eigenbestand“ – und noch freien Kapazitäten. „Wir können noch 30 bis 40 Schüler in die neue Oberstufe aufnehmen, etwa von der Kogelshäuserschule oder der Realschule Mausbach und auch aus benachbarten Städten“, sagt Pipoh.

Jochen Emonds vom Oberstufen-Koordinationsteam der Gesamtschule Auf der Liester ergänzt, dass auch Schüler, die noch keinen Abschluss nach der zehnten Klasse haben, die Oberstufe der Gesamtschule absolvieren können: „Auch Gymnasialschüler, die nach der neunten Klasse die Versetzung in die Oberstufe erreicht haben, sind bei uns willkommen.“

In der neuen Oberstufe der Gesamtschule können die Schüler dann in drei Jahren Abitur machen oder innerhalb von zwei Jahren den schulischen Teil der Fachhochschulreife absolvieren. Dazu habe das Lehrerkollegium das bestehende Schulkonzept für die Oberstufe fortgeschrieben, erläutert Pipoh. „Für die Oberstufe relevant sein, werden auch Kooperationen mit der RWTH und der FH Aachen sowie mehreren potenziellen Arbeitgebern vor Ort. Eine Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich ist ebenfalls im Aufbau.“

Interaktive Smartboardes

Und die städtische Gesamtschule Auf der Liester habe zudem kräftig in ihre Ausstattung investiert. Während die Jahrgänge der Klassen fünf bis sieben in dem Gebäude am Sperberweg beheimatet sind, werden die achten und neunten Klassen und bald auch die Oberstufe in dem Trakt an der Walther-Dobbelmann-Straße unterrichtet – im Gebäude der ehemaligen Realschule I.

Dort seien alleine in die Ausstattung im naturwissenschaftlichen Bereich mehr als 300.000 Euro investiert worden, sagt der Schulleiter und verweist auf ein ausgeklügeltes System an der Decke eines Naturwissenschaftsraums. Alle Arbeitsplätze können darüber mit Wasser, Gas und Strom versorgt werden, und eine hochmoderne fahrbare Abzugsanlage kann auch angeschlossen werden.

„Und fast alle Unterrichtsräume sind mit interaktiven Smartboards, die mit Computern verbunden sind, ausgerüstet. Ebenso wie mit einer klassischen Tafel“, beschreibt Emonds.

Die Ausnahme davon stelle ein besonderes Konstrukt dar, das so zunächst nicht erworben werden konnte, erzählt Pipoh und deutet in einem Unterrichtsraum auf eine völlig normal wirkende grüne Tafel: „Die wurde eigens auf Wunsch unserer Gesamtschule gebaut“, berichtet der Schulleiter und enthüllt das Geheimnis, indem er die Tafel aufklappt. Dahinter verbirgt sich ein LED-Bildschirm mit stolzer 190-Zentimeter-Diagonale.

Cloud-basiert

Der Touchscreen ist mit einer Dokumentenkamera vernetzt, die einen „altertümlichen“ Overheadprojektor ersetzt, und natürlich mit einem Laptop-Computer und dem Internet verbunden.

Das Multifunktionsgerät ist quasi Tafel, Smartboard, Projektor und riesiger Computerbildschirm in einem. „Dabei arbeiten wir mit Cloud-basierten Programmen. Das heißt, die Schüler können mit der selben Software auch zu Hause arbeiten, ohne dazu kostspielige Programme kaufen zu müssen“, erklärt Emonds.

Aber so gut die Gesamtschule auf ihre erste Oberstufe vorbereitet sei, würden dennoch weitere Investitionen ihre Schatten voraus werfen, sagt Pipoh: „In einem Jahr soll ein zusätzlicher Neubau entstehen, damit die städtische Gesamtschule Auf der Liester auch für nachrückende Oberstufen-Jahrgänge und damit für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

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