Auf der „Harley Dorffidson“ bis nach Bolivien

Von: Dirk Müller
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Der „große Teich“ ist hier ein kleiner Pool: Bei der Ulkparade in Dorff haben die zahlreichen Zuschauer viel zu lachen. Foto: D. Müller

Stolberg-Dorff. Es ist ein Spektakel gewesen, bei dem wieder einmal kein Auge trocken blieb – vor allem nicht beim Dorffer Schützenkönig Jonas Ott. Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft und die Maijun­gen in Dorff hatten zur Ulkparade geladen, und das längst zum Kult avancierte Ereignis auf dem Lindenplatz erfreute originell und mit viel Humor die zahlreichen Zuschauer.

Moderator Holger Vanicek erzählte dabei eine witzige Geschichte, die quasi synchron von Maijungen und Schützen und natürlich dem Protagonisten Ott umgesetzt wurde: Der Schützenkönig und die fähigsten Männer aus seinem Gefolge hantierten zunächst mit verschiedenfarbigen Substanzen, doch das Geschicklichkeitsspiel ging daneben:

Mittels kleiner, aber feiner pyrotechnischer Effekte wurde die Katastrophe in dem Chemielabor auf dem Lindenplatz offensichtlich. Dem Schützenkönig Jonas Ott und seiner Königin Annika Willms blieb nur noch, die Flucht anzutreten. Eine muntere Odyssee führte das Paar zuerst auf die britischen Inseln. Dort nahm Ott an dem berühmten Motorradrennen auf der „Isle of Man“ teil – allerdings auf einem Kinderfahrrad. Mit den jungen Damen des Gefolges bewies der König anschließend Talent im Butterstampfen. Die irische Butter eignete sich auch hervorragend, um die Frisur zu festigen, wie Ott herausfinden durfte.

Weiter ging es über den „großen Teich“, der freilich nur ein kleiner aufblasbarer Pool war. Kaum war der Dorffer König jedoch in Bolivien angelangt, sah er sich einer furchteinflößenden Rockerbande gegenüber, den „Els-Angels“.

Um eine Konfrontation mit den berüchtigten „Els-Angels“ zu vermeiden, bewarb Ott sich kurzerhand um die Mitgliedschaft in der Organisation, die sich unter anderem im illegalen Kräuterhandel einen zweifelhaften Namen gemacht hat.

Nun galt es für den König, seine Fahrkünste auf der Maschine zu zeigen und todesmutig und blind einen abenteuerlichen Hindernisparcours zu bewältigen.

Furchtbarer Sandsturm

Statt mit einer echten „Harley Dorffidson“ zu fahren, musste er sich erneut mit dem Kinderfahrrad begnügen und geriet zu allem Überfluss in einen furchtbaren Sandsturm. Nach dennoch gelungener Fahrt wollte diese „Maschine“ auch gewartet werden, worauf Otts Gesicht gekennzeichnet war, ganz wie nach einem richtigen Ölwechsel.

Ob im sicheren Umgang mit dem Zweirad, einem blinden Getränketest oder im engen Stollen einer bolivischen Mine – der Dorffer Schützenkönig konnte die „Els-Angels“ überzeugen, und die hartgesottenen Rocker nahmen Ott am Ende in ihre Reihen auf. So geleiteten ihn die „Els-Angels“ zum Festzelt, wo nach der Ulkparade weitergefeiert wurde, bis die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft die viertägige Dorffer Kirmes am frühen Abend begrub.

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