Auf den Spuren des Weihnachtsmannes

Von: dö
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Puppenspiel mit weihnachtliche
Puppenspiel mit weihnachtlichem Inhalt: Das Figurentheater Richter begeisterte mit dem Stück „Morgen, Findus wirds was geben”. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Eine amüsante Story, der eine Geschichte des schwedischen Kinderbuchautoren Sven Nordqvist zu Grunde lag, setzte im Kulturzentrum Frankental jetzt die aus Geilenkirchen stammende Puppenbühne „Richters Figurentheater” in Szene.

In dem Stück „Morgen, Findus wirds was geben” geht es um den Kater Findus (Veronika Richter). Er kann sich nicht damit abfinden, dass der Weihnachtsmann die Geschenke heimlich bringt und will den Weihnachtsmann leibhaftig erleben. Verwirklichen kann er aber seinen Wunsch nur mit der Hilfe seines Freundes Pattersson (Hans-Joachim Richter), einem visierten Tüftler und Erfinder. Dieser hat nämlich die Idee, dem Kater mit dem Bau einer sprechenden Weihnachtsmannpuppe zu überraschen.

Damit Findus nichts von den Plänen erfährt und Pattersson mit dem Bau der Puppe beginnen kann, wird er in den Wald geschickt, um dort Holz für den Ofen zu holen. Im Wald begegnet er einem Briefträger (Marylin Richter), der über die Weihnachtsmann-Pläne informiert ist, da er klammheimlich Findus Wunschzettel gelesen hat. Auch er will nun dem Kater helfen und besorgt sich ein Weihnachtsmannkostüm. So kommt es, dass plötzlich in Findus Wohnung zwei Weihnachtsmänner auftauchen: der verkleidete Briefträger und die von Pattersson hergestellte Puppe.

Das Theaterstück, das den Titel trug „Morgen, Findus wirds was geben”, wurde mit Hilfe von fantasievollen Stabpuppen, einer angepassten Sprechweise, technischen Effekten und einer kleinen Puppenbühne umgesetzt.

In das Stück einbezogen waren auch rund 100 Besucher, die in der Mehrzahl aus Kindern bestanden. Sie wurden im Verlauf der Handlung von Hans-Joachim Richter, Leiter der Puppenbühne, aufgefordert, dem Kater oder den von Veronika und Marylin Richter gespielten Hühnern zu helfen, indem sie durch lautes Rufen und Klatschen die handelnden Personen - Puppen - auf vermeintliche Fehler oder Unachtsamkeiten aufmerksam machten.

Dass das vorwiegend junge Publikum vom Spiel begeistert war, belegt auch der spontane Szenenapplaus der immer wieder aufkam. Um den Kindern die vorgeführten Puppen auch aus kurzer Distanz anschaulich zu machen, verließen die drei Richters nach Schluss des Stückes ihre kleine Bühne und nahmen mit den Figuren in der Hand im Kreise der Kleinen Platz. Gegründet wurde das kleine Familienunternehmen laut Hans-Joachim Richter schon im 16. Jahrhundert. Damals sei man über die Jahrmärkte gezogen und habe auch Stücke für Erwachsene gespielt.

Anfang der 1950er Jahre habe sein Vater dann die Puppenbühne von Leipzig nach Geilenkirchen verlegt, versicherte der 59-jährige Chef, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Veronika und seiner Tochter Marylin im gesamten Bundesgebiet Stücke aufführt, die den von Otfried Preußler, James Krüss, Michael Ende und Astrid Lindgren verfassten Geschichten nachempfunden sind.
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