Stolberg - Auf den Spuren des historischen Burgdorfs in der Stolberger Altstadt

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Auf den Spuren des historischen Burgdorfs in der Stolberger Altstadt

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Christian Altena (v.l.), Ruth Bartges, Walter Müller und Silke Krings waren unterwegs in der Altstadt und nahmen unter anderem den in der Grabenstraße liegenden Grenzstein unter die Lupe. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Wie „funktionierte“ der alte Burgflecken Stolberg, die heutige Altstadt? Wo lagen die Grenzen, welche waren die wichtigen Straßen, und wohin führten sie? Mit diesen Fragen beschäftigte sich jetzt eine Gruppe Geschichtsinteressierter, die unter der Leitung von Christian Altena einen dreistündigen Rundgang durch das alte Stolberg unternahm.

Die Führung hatte der 34-jährige Bauhistoriker als Angebot der Facebook-Gruppe „historia stolbergiensis“ organisiert. Die Gruppe, die einen regen Austausch über das historische Stolberg betreibt, hatte Altena im Februar gegründet.

Start des Rundganges war der Kaiserplatz, von wo aus sich die Besucher auf die rechte Seite der Vicht begaben. Denn das alte Stolberg, das als offene Siedlung im Schutz der Burg im späten 15. Jahrhundert entstand, hatte sich ausschließlich auf der östlichen Vichtbachseite befunden.

Neben der Erkundung der damaligen Ortsstruktur stand die Suche nach den Grenzen des Dorfs im Mittelpunkt. Deshalb steuerte die Gruppe zuerst den ehemaligen Kupferhof Sonnenthal an, der den nördlichen Abschluss bildete. Von dort aus begab man sich auf Umwegen zur Ecke Grabenstraße/Am Steinberg, wo mit dem Grenzstein ein südlicher Punkt liegt.

Die Umwege dienten der Besichtigung der architektonischen Besonderheiten des ehemaligen Burgdorfs. Mit der Burg, der ehemaligen Henkerei in der Enkereistraße, dem alten Marktplatz, den Kupferhöfen der Burgstraße, der früheren herrschaftlichen Kornmühle, die später als Arnoldsmühle bezeichnet wurde, und den drei Altstadtkirchen wurden die wichtigen Einrichtungen und Plätze des alten Gemeinwesens gezeigt. Dabei mussten die Teilnehmern auch steile Treppen ersteigen und manche Schleichwege nehmen.

Ein steiler Anstieg war auch nötig, um in der oberen Finkenberggasse den in der Mauer des Kupfermeisterfriedhofs eingelassenen gedoppelten Grenzstein in Augenschein zu nehmen. Die Tour endete an der „Pont de Valognes“ am Übergang zum Steinweg, womit die Teilnehmer der Altena-Führung zugleich den westlichen Punkt des ehemaligen Burgfleckens erreichten. Die Vicht markierte eine natürliche Grenze, dort begann das Territorium der Reichsabtei Kornelimünster.

So erfuhren die Besucher auch, dass kein Bauwerk und keine Einrichtung zufällig an seinem Ort liegt: Die wichtigsten Gebäude des kleinen Ortes fanden sich überwiegend an Kreuzungspunkten. So beispielsweise auch die Arnoldsmühle, die an einem alten Kreuzungspunkt liegt, der von Klatter- und Mühlenstraße sowie der über den Burgberg führenden alten Wegverbindung gebildet wird. An einem weiteren alten Kreuzungspunkt befindet sich der ehemalige Kupferhof Schleicher, die spätere Adler-Apotheke, deren Standort im Zusammentreffen von Burgstraße, Eselsgasse und In der Schart liegt.

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