Stolberg - Auf dem Weg zum Traumberuf

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Auf dem Weg zum Traumberuf

Von: Sarah Sillius
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Sozialarbeiter Markus Stork (Mitte) ist stolz auf die Schüler. Dominik Breuer, Mona Englert, Bari Rasche und Mousi Mamouel (von links) haben jetzt eine Idee, wo sie sich für ein Praktikum bewerben. Foto: Sarah Sillius

Stolberg. Bari Rasche ist nicht gerade der zurückhaltende Typ. Der 15-Jährige sagt, was er denkt. Bari Rasche besucht die Kogelshäuserschule und hat zusammen mit den anderen Schülern der achten Klassen an einem Kompetenzcheck teilgenommen.

Er zögert nicht lange und meldet sich als Erster, um von seinen Erfahrungen zu erzählen. Es überrascht kaum: Bari Rasche wurde der Gruppe „führend-verkaufender Bereich” zugeordnet. Dass er einmal Verkäufer werden will, das wusste er schon vor dem Kompetenzcheck - und machte ein Praktikum in einem bekannten Elektrofachhandel.

Talente entdecken

Das Schulprojekt hat ihm geholfen, seinen Berufswunsch zu präzisieren und ihn auf seine Stärken und Schwächen aufmerksam zu machen. An drei Tagen wurden die Schüler auf ihr Berufsleben vorbereitet. An Tag Eins mussten sie einen Persönlichkeits- und Berufstypentest bewältigen. Außerdem sollten sie ihre Fähigkeiten selbst einschätzen und Berufswünsche angeben. Daraus entstanden vier Berufsgruppen.

An Tag Zwei ging es für die Schüler nach Herzogenrath. Dort konnten sie ihre Talente unter Beweis stellen. „Wir mussten mit unserer Gruppe den richtigen Weg durch ein Labyrinth finden”, erzählt Bari Rasche. Getestet wurde bei der Übung die Teamfähigkeit. Der Junge gibt zu, dass es dabei die eine oder andere Diskussion in der Gruppe gab und er daran nicht ganz unbeteiligt war. „Aber wir haben es am Ende geschafft”, sagt er und lächelt.

Seine Mitschüler Dominik Breuer und Mousi Mamouel waren in der handwerklich-technischen Gruppe. Sie haben gehämmert, geschraubt, Drähte gebogen und Fische aus einer Spanplatte gefeilt. Für die Jungs steht fest: Sie wollen nach der Schule einen handwerklichen Beruf erlernen. „Aber auch für die, die noch nicht genau wissen, was sie machen wollen, ist das ein gutes Projekt”, findet Dominik Breuer. Mona Englert stimmt ihm zu. Sie hat der Kompetenzcheck in ihrem Plan bestärkt, „mit Menschen zu arbeiten”.

An Tag Drei wurden die Ergebnisse des Praxistages ausgewertet. Die Schüler haben am Ende einen umfangreichen Bewertungsbogen erhalten, der ihnen bei der weiteren Orientierung helfen soll.

Sozialarbeiter Markus Stork ist stolz auf die Schüler. Er hat das Projekt an der Kogelshäuserschule koordiniert. Stork legt bei seiner alltäglichen Arbeit großen Wert auf die Berufsvorbereitung. „In der achten Klasse sind die Schüler zwar motiviert, haben aber noch keine klaren Vorstellungen, was sie machen wollen. Viele jagen noch Illusionen hinterher”, erzählt er.

Der Kompetenzcheck lenkt die noch ungenauen Vorstellungen in geordnete Bahnen. Er zeigt den Schülern auf, wie sie sich verbessern müssen, um ihren Traumberuf ausüben zu können. Bari Rasche weiß jetzt, dass er sich mehr zurückhalten muss. „Für Konfliktfähigkeit hab ich nur eine Vier bekommen, aber mein Durchsetzungsvermögen ist gut”, sagt er mit Blick auf sein Zeugnis.

Er will an seinem Temperament arbeiten, verspricht er - und sich bald für ein Praktikum bewerben. Er weiß: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!”
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