Auf dem Kaiserplatz regnet es kräftig Konfetti

Von: Et Lenchen op Jück
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Prinzengarde aufgepasst: Zum Stippeföttche zu Ehren der Stolberger Narren positioniert sich die Formation der KG Erste Große vor dem Rathaus und wackelt mit „et Föttche“. Foto: L. Otte, S.-L. Gombert
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Hoch auf dem goldenen Wagen: Ein strahlender Prinz ist Axel I. auf seinem Triumphzug durch die Stolberger Innenstadt.
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Die Herzen der Jecken fliegen ihnen zu: Die Spaßvögel ließen Heliumballons in der Kupferstadt aufsteigen.
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Jo, die schaffen das, behaupten die Stolberger Löwen: Der beste Freund von Tim ist Bob, der Baumeister.
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Allemal besser als nasser Regen: Für einen rot-blauen Konfetti-Regen sorgen die Teuflischen Jecke.
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Eine Hochburg der Stimmung ist immer das Wachlokal der Prinzengarde der Ersten Großen im Steinweg.
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Verdächtig viele Maulwürfe waren in der Innenstadt unterwegs.
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Die Stolberger Clowngruppe ist seit 13 Jahren eine Augenweide.
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Kräftig Kamelle schmiss auch Wenkbülle-Tollität Emily I.
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Jubel und Stimmung prägte den Umzug an der Rathausstraße.

Stolbersch. Sehr gute Stimmung bei den Jecken, schöne Kostüme und Motivwagen, meistens gutes Wetter, kiloweise Kamelle und vor allem wunderbar aufgelegtes Publikum entlang der Zugstrecke durch die Innenstadt – was will man mehr? Der Stolberger Rosenmontagszug war in diesem Jahr eine bunte, friedliche, riesengroße Party. Der Stolberger Prinz Axel I. (Wirthmüller) kann stolz sein auf seine närrischen Untertanen.

Am Kaiserplatz wäre zwar noch Platz für deutlich mehr Jecken gewesen, doch auf der Rathausstraße und in der Altstadt drängten sich die Jecken dicht an dicht.

Beim Gestalten ihrer Motivwagen und Kostüme haben die Gruppen teils sehr aktuelle Stolberger Themen aufgegriffen und machten der Verwaltung so richtig die Nase lang: Eine traurige Truppe Vögel trottete durch die Talachse: Es waren die Pinguine vom Bastinsweiher. Die possierlichen Tierchen sitzen der dem Umbau der Talachse Innenstadt auf dem Trockenen: „Keine Sorge“, versprach Bürgermeister Tim Grüttemeier, der am Rathaus moderierte, „in zwei, drei Wochen habt ihr wieder Wasser im Teich, und dann könnt ihr von der tollen neuen Brücke ins Becken hüpfen!“

Auch die „Stolberger Löwen“ nahmen die Bauwut der Stadt ziemlich aufs Korn: In Blaumann gekleidet, mit Bauhelm versehen und in Anlehnung an die Kinder-Fernsehserie „Bob, der Baumeister“ skandierten sie lauthals: „Der beste Freund von Bob ist Tim, Jo, die kriegen das schon hin!“ Oder ist alles ganz anders – und für die vielen Erdhügel in Stolberg ist am Ende gar nicht die Verwaltung verantwortlich? Jedenfalls waren im Rosenmontagszug verdächtig viele „Maulwürfe“ unterwegs.

Wie man eine Frau richtig behandelt – nämlich sie auf Händen trägt – das demonstrierte eindrucksvoll die in schwarz-gelb gewandete Garde der KG Wenkbülle Donnerberg. Kein großes, sondern viele kleine Herzen für Stolberg haben offenbar die „Spaßvögel“: Nachdem sie ihre Konfettikanonen auf die rot-gelben Rathaus-Funken abgefeuert hatten, ließen sie unzählige Heliumballons in Herzform über den Kaiserplatz fliegen: Romantik an Rosenmontag.

Wind pustet Barrieren um

Das Wetter hat weniger Probleme bereitet als zunächst befürchtet. Zwar pustete der kräftige Wind einige der Straßensperren um, die rund um die Stolberger City aufgestellt worden waren, um den Durchgangsverkehr von den Jecken fernzuhalten. Doch der Wind hatte auch sein Gutes: So flog das kunterbunte Konfetti, das viele Gruppen am Kaiserplatz in Richtung Rathaus schossen, den Narren nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach um die Ohren.

Auch die Polizei, die in diesem Jahr stärker vertreten war als sonst, war bis zum Ende des Zugs sehr zufrieden. „Alles ruhig“, sagte ein Beamter am Willy-Brandt-Platz, wo sich die Fußgruppen nach dem gelungenen Marsch über Rathausstraße und Steinweg sammelten. Und auch Andreas Dovern, Leiter der Stolberger Feuerwehr, zeigte sich mit dem friedlichen Umzug zufrieden.

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