Auch Rente zählt zu Loosz Schwerpunkten auf dem Weg in den Bundestag

Von: lkf
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Sollen Detlef Loosz „küren”
Sollen Detlef Loosz „küren”: Irmgard Pompejus, Dieter Haller, Willi Claßen, Marliese Fischer (v.l.). Foto: Franzen

Stolberg-Büsbach. Am Samstag noch hatte er dem frisch gebackenen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück beim Landesparteitag der NRW-SPD in Münster zugejubelt. Drei Tage später sitzt Detlef Loosz im Büsbacher Bürgerhaus beim SPD-Ortsverband Nord-Süd.

Von Steinbrücks Rede in Münster sei er begeistert gewesen, lässt der Alsdorfer die Büsbacher Basis wissen.

Der Grund seines Besuchs ist jedoch ein anderer. Nach dem Verzicht des Stolbergers Martin Peters wird der stellvertretende Vorsitzende des Altkreises nach dem Willen des SPD-Unterbezirksvorstands ins Rennen um das Direktmandat seines Wahlkreises geschickt. Offiziell muss der 59-Jährige dafür noch am 26. Oktober bei der Kreiswahlkonferenz in Alsdorf bestätigt werden.

Als Herausforderer von Helmut Brandt (CDU), der im Jahre 2005 Achim Großmann (SPD) als langjährigen Bundestagsabgeordneten ablöste, schaltet der frühere Arbeitnehmervertreter der IGBCE bei seinem ersten Auftritt in Stolberg bereits auf „Wahlkampf-Modus”: „Die Chancen, diesen Wahlkreis zu holen, waren noch nie so gut.” Und: „Helmut Brandt findet in diesem Wahlkreis gar nicht statt”, wirft er seinem Konkurrenten mangelnde Präsenz in der Region vor. Diese aber brauche ein Sprachrohr in Berlin.

„Ich habe mein ganzes Leben nichts anderes getan als mich für Arbeitnehmerrechte eingesetzt. Da würde ich mich unglaubwürdig machen, wenn sich das in Berlin ändern würde”, so das Versprechen des Kandidaten. Er nennt Schlagwörter wie einen flächendeckenden Mindestlohn, Kampf gegen Leiharbeit und ein faires Rentensystem als Schwerpunkte seines Wahlkampfes.

Weitere Ziele will der Familienvater erst nach seiner Bestätigung auf der Kreiswahlkonferenz Ende des Monats definieren. Erst wählen lassen, dann über Ziele sprechen. Da sei er abergläubig. Als Kandidaten „mit Bodenhaftung”, „nah bei den Menschen”, charakterisiert Hildegart Nießen, stellvertrende Bürgermeisterin der Stadt, den Ex-Gewerkschafter aus dem Ruhrgebiet und wirbt um Unterstützung.

Vier Delegierte sollen für den SPD-Ortsverband Nord-Süd über seine Kandidatur entscheiden. Dieter Haller, Willi Claßen, Irmgard Pompejus und Marliese Fischer wählten die Genossen zu ihren Delegierten.
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