Stolberg - Atsch: Märkte brauchen mehr Verkaufsfläche

Atsch: Märkte brauchen mehr Verkaufsfläche

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Seit Jahren im Visier der Projektentwicklung: Auf dem Kistenplatz an der Eisenbahnstraße soll nun ein Edeka-Vollsortimenter und ein DM-Drogeriemarkt angesiedelt werden. Dafür ist eine Ausweitung der Verkaufsfläche im Bebauungsplan um 300 auf 2100m2 erforderlich. Foto: J. Lange

Stolberg. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger auf dem Kistenplatz an der Eisenbahnstraße anrollen, hofft Dirk Schlun. Wenn es nach dem Geschäftsführer der Schlun Real Estate geht, steht das Konzept und die Partner für zwei Märkte als Ankerpunkte der Umwandlung der alten Industriebrache in eine Gewerbefläche sind mit im Boot.

Edeka soll einen Vollsortimenter mit rund 1500m2 Verkaufsfläche und die Drogeriekette DM seine erste Filiale mit 600m2 Größe in der Kupferstadt eröffnen.

Bis das soweit ist, muss allerdings zuerst der Bebauungsplan novelliert werden. In ihm hat der Stadtrat die Verkaufsfläche für den Einzelhandel auf 1800m2 beschränkt.

Eine Zahl, die heute nicht mehr realistisch erscheint. Ursprünglich war angedacht gewesen, einen Verbrauchermarkt mit 1200m2 und einen Getränkemarkt mit 600m2 anzusiedeln, um die Nahversorgung sicherzustellen - insbesondere für den Stadtteil Atsch, dem eine entsprechende Infrastruktur nahezu gänzlich fehlt.

Das liegt mittlerweile ein gutes halbes Dutzend Jahre zurück. Noch länger in die Vergangenheit reichten die Bemühungen der Vegla, ihren Altlastenstandort vermarkten zu können.

Die Versiegelung im Kernbereich durch Verbrauchermärkte nebst Erhalt und Unterstützung der Natur zum umgebenden Schutzgebiet der Münsterbach-Aue gilt heute als ideale Lösung für den Standort wie für die Versorgung des Stadtteils, der auch über einen direkten Fußweg von der Hamm aus angeschlossen werden soll.

Mittlerweile hat die Stadt den Kistenplatz eigens als eines von mehreren wichtigen Nahversorgungszentren neben der Innenstadt in ihren Einzelhandelskonzept ausgewiesen.

Mit der Anpassung der Verkaufsfläche im Bebauungsplan soll die Stadt der Entwicklung in der Einzelhandels-Landschaft Rechnung tragen, deren Vermarktungskonzepte sich in den vergangenen Jahren gewandelt haben, um ein vielfältiger werdendes Sortiment in ansprechender Atmosphäre präsentieren zu können.

Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt hält eine Überarbeitung des Bebauungsplans in einem vereinfachten, zeitschonenden Verfahren für möglich; nach der Sommerpause soll dem Ausschuss für Stadtentwicklung als zuständigem Gremium des Rates eine entsprechende Vorlage präsentiert werden.

Weiterhin als schwierig wertet Dirk Schlun eine Vermarktung der im Bebauungsplan ausgewiesenen Flächen für Gewerbe auf dem insgesamt rund 2,5 Hektar großen Areal.

Im südlichen Bereich sind bis zu drei Betriebe eingeplant, deren Emissionen durch Festsetzungen so eingeschränkt sein sollen, dass es nicht zu Konflikten mit den Wohngebieten in der näheren Umgebung komme. Aber auch angesichts der städtischen Konkurrenz von preiswerten Gewerbegrundstücken insbesondere im Camp Astrid sieht Dirk Schlun für reinrassiges Gewerbe.

„Wir bemühen uns nun um gewerblich tätige Branchen, die schon eine gewisse Affinität zum Einzelhandel”, kündigt der Projektentwickler an.
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