Atemberaubende Show bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees

Von: Dirk Müller
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Der designierte Stolberger Prinz Axel Wirthmüller berauscht das Publikum regelrecht mit seiner großartigen Show. Foto: D. Müller
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Auch die Trompetenbläser vom Donnerberg sorgten während der Sitzung mit ihrer Musik immer wieder für beste Stimmung im Saal.

Stolberg. Die Wogen der Begeisterung schlugen hoch, als „Käpt‘n Axel“ bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees das Ruder übernahm: Getreu seinem Motto „Jeck op Deck“ rief der designierte Stolberger Karnevalsprinz den Menschen im proppenvollen Saal im Jugendheim Münsterbusch zu: „Leinen los und Vollgas!“

 In der Folge hielt Axel Wirthmüller nicht nur, was er versprach, sondern präsentierte eine atemberaubende Show, die das Publikum regelrecht berauschte, und empfahl sich bestens hinsichtlich seiner närrischen Regentschaft, die Anfang Januar 2017 beginnt.

Wirthmüller brachte seine eigene flotte Showtanzgruppe mit auf die Bühne, mehr als 20 weibliche „Leichtmatrosen“ aus den Reihen der „Community Dancers“ begleiteten „Käpt‘n Axel“ in attraktiven Kostümen und mit sehenswerter Choreografie. Der Kapitän, der bald zum Prinzen wird, entführte die Jecken zunächst in sein „Haus am See“, ließ dann eine Reise beginnen, die musikalisch über Amsterdam nach Spanien führte, wo zunächst die Herren und dann auch die Damen von Wirthmüllers großem und illustrem Hofstaat sich der munteren Reisegruppe anschlossen und fortan singend und tanzend für Stimmung sorgten.

Etwa als die heitere Gruppe zum Maskenball oder in den Wilden Westen einlud. Die Hofstaat-Damen tanzten Cancan, während die Herren beklagten: „Es gibt nur Wasser überall, und wir haben nichts zu trinken.“ Wirthmüllers mitreißendes Medley, das eine zusammenhängende Geschichte erzählte, mündete in kölschen Karnevalsliedern wie „Leev Marie“, „Mach dein Ding“, „Jespenster“ oder „Nie mehr Fastelovend“, und die Stimmung im Jugendheim war endgültig auf dem Siedepunkt.

Der zukünftige Stolberger Prinz wurde mit tosendem Applaus gefeiert wie auf dem Höhepunkt seiner jecken Amtszeit. „Ihr seid die Besten“, rief Wirthmüller den Jecken zu, nachdem er zu Beginn seiner Vorstellung bekannt hatte: „Danke für den super tollen Empfang. Ich hatte eben noch so was von die Hosen voll, und ihr habt mir darüber hinweg geholfen.“

Komitee-Präsident Josef Behlau, der mit Vizepräsident Michael Bartz die Prinzenvorstellung moderierte, erklärte, dass Wirthmüller sowohl gerne Boot in den Niederlanden fährt als auch Urlaube auf Mallorca verbringt. Dort habe er den selben Nachbarn wie in seiner Heimat Büsbach – den designierten Burggrafen Jürgen „Jukki“ Meyers. Auf „Malle“ in Wirthmüllers Nachbarschaft ebenfalls mit von der Urlaubspartie sei die Büsbacher Eisprinzessin Helena I. (Rombach). „Deshalb wird diese Straße auf Mallorca jetzt in ,KG Bareschesser‘ umbenannt“, folgerte Behlau.

Bürgermeister Tim Grüttemeier gratulierte Wirthmüller mit den Worten: „Du wirst garantiert ein würdiger Nachfolger von Holli“, und tatsächlich war der Abschied des Prinzen Holli I. (Holger Schulz) ein sehr bewegender Moment der rundum gelungenen Veranstaltung. Die scheidende „Hollität“ dankte seiner Familie, der Ersten Großen und allen Gesellschaften und Narren Stolbergs. Den Tränen nahe, sagte Schulz: „Ihr habt mich fantastisch aufgenommen, so dass ich überall, wo ich hinkam, das Gefühl hatte: Ich bin zu Hause.“

Wie eine Sitzung organisiert

Wie gewohnt hatte das Stolberger Karnevalskomitee die Prinzenvorstellung in Form einer Sitzung organisiert, und zahlreiche Programmpunkte erfreuten das Publikum. Zum Beispiel die Tänze der Mariechen Ann-Kathrin Kinkel und Anna Riehn aus den Reihen der KG Mönsterböscher Jonge, die wieder bereitwillig den Getränkeausschank übernommen hat. Auch Noelia Willhardt Zorrilla, Jugendmariechen der KG Büsbach, begeisterte die Gäste und erhielt ebenso viel Beifall wie die Showtanzgruppe der KG Fidele Bessemskriemer aus Gressenich.

Das galt auch für die Erste Große, die einen eigenen Block gestaltete. Die KG brachte ihre tanzende Jugendgarde auf die Bühne, präsentierte ihr Kindermariechen Charlotte (Claßen) sowie ihre große Marie Eva (Schulz), und die Herren der Prinzengarde wackelten traditionell mit „dat Füttchen“. Für Livemusik verantwortlich waren über den Abend verteilt immer wieder die Trompetenbläser Donnerberg, und „De Halunke“ bereiteten mit feinsten kölschen Tön‘ die After-Show-Party vor.

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