Stolberg - AsF-Vorsitzende Mees wettert: „Kupferäugiges Blondchen“

AsF-Vorsitzende Mees wettert: „Kupferäugiges Blondchen“

Von: -jül-
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„Frauen denken reflektiert, bevor sie sich äußern und möchten gern in ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden in ihrer Stadt“: Yvonne Mees, blond und blauäugig.
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„Kupferäugiges Blondchen mit dümmlichen, landpomeranzenhaften Gesichtsausdruck“, sagt AsF-Chefin Yvonne Mees zu diesem Model der Stolberg-Kampagne.

Stolberg. „Kupfer in den Adern –Stolberger aus einem Guss“ – das sei die Werbebotschaft, mit der sich die Stolberger neuerdings identifizieren sollen, erklärt Yvonne Mees. So zumindest wolle es die Werbeagentur „Öcher Design“. Sie wurde von der Stadt mit der Konzeption und der Durchführung einer Image-Kampagne beauftragt.

„Die Agentur und mit ihr die Verantwortlichen der Stadtverwaltung möchten wissen, was diese Botschaft für uns Stolberger Bürgerinnen und Bürger bedeutet“, sagt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) weiter: „Wir wissen zwar nicht, inwieweit sich alle Stolberger Männer mit kupfern gefärbten Fußballschuhen identifizieren können. Was wir aber mit Sicherheit sagen können, ist, dass wir uns keinesfalls mit diesem kupferäugigen Blondchen identifizieren, das uns mit seinem dümmlichen, landpomeranzenhaften Gesichtsausdruck von den Plakaten herab anschaut“: So formuliert es jedenfalls die Vorsitzende der Stolberger AsF.

Mees wettert weiter: „Über den völlig abgedroschenen Gag, die Iris des Modells kupferfarben zu pixeln, der so alt ist wie Photoshop selbst, wollen wir hier nicht sprechen. Auch nicht über den totalen Missgriff, ausgerechnet den Stolbergern ein Schwermetall in den Adern nach zu sagen, obwohl dies durchaus ein wichtiges Thema ist, da einige Bürgerinnen und Bürger durch hohe Bleibelastungen Schäden davon getragen haben.“

Worüber die AsF aber unbedingt sprechen müsse, seien die Stolberger Frauen und ihr Selbstverständnis. Die Stolbergerinnen bereicherten demnach ihre Stadt durch Vielfalt – im Beruf, in ihren Familien und darüber hinaus in ihrem hohen Engagement in vielen Lebensbereichen. „Sie denken reflektiert, bevor sie sich äußern und möchten gern in ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden in ihrer Stadt“, behauptet Mees.

Dafür kämpften sie in vielen Vereinen und Verbänden, dafür trete auch die AsF nachdrücklich ein. Und weiter: „Was die Stolberger Frauen nicht brauchen, ist die klischeehafte Darstellung in einer allzu oberflächlichen Image-Kampagne.“

Deshalb lädt die AsF die Agentur-Damen deshalb ein, eines ihrer monatlichen Treffen zu besuchen. Gern stelle sie auch Kontakte zu anderen Stolberger Frauenverbänden her. „Das könnte zu einer wünschenswerten wie positiven Erweiterung des Betrachtungshorizonts in puncto Stolbergerinnen führen“, erhofft sich Mees.

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