Stolberg - „Artibus“-Reihe: Kunst von der Burg aus in die Stadt hinein tragen

„Artibus“-Reihe: Kunst von der Burg aus in die Stadt hinein tragen

Von: Dirk Müller
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Christian Clement hat für seine Bodega das passende Motiv unter den Werken des Künstlers Ales Vega gefunden. Foto: D. Müller

Stolberg. Rund 100 Fotografien des Künstlers Ales Vega sind seit am Sonntag in der Burg-Galerie zu sehen, und eine Besonderheit der Ausstellung „Stolberg bewegt“ in der „Artibus“-Reihe sind die Motive: Vega zeigt ausschließlich Stolberger Sujets, lässt dabei die Kupferstädter das Vertraute durch Stimmungen und Blickwinkel neu entdecken.

Der Künstler selbst nahm bei der Vernissage immer wieder am Schlagzeug Platz, denn seine Band „Avega“ begleitete die Ausstellungseröffnung stilvoll musikalisch. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler führte „Artibus“-Kurator Prof. Dr. Dieter Alexander Boeminghaus in die Kunstschau ein und erläuterte die neue Konzeption der Reihe.

Ziel sei eine Vernetzung mittels Kunst: „Wir wollen die Kunst von der Burg in die Stadt hinein tragen“, sagte Boeminghaus. Gewerbetreibende waren zur Vernissage eingeladen, um unter 90 Motiven eines oder mehrere Fotos auszuwählen und gegen eine Unkostenbeteiligung zeitversetzt in gewünschtem Format in ihren Ladenlokalen in Alt- und Innenstadt für den Rest des Jahres auszustellen. Während die Resonanz der privaten Kunstfreunde groß war, und viele die „Artibus“-Eröffnung besuchten, war die Stolberger Geschäftswelt aber nur spärlich vertreten.

„Die Beteiligung der Geschäftsleute wird bestimmt noch besser werden“, gab Boeminghaus sich zuversichtlich, zumal die Gewerbetreibenden in ihren Ladenlokalen durch die Kunst und die Stolberger Motive die eigene Identifikation mit ihrer Stadt zum Ausdruck bringen könnten. In den nächsten Wochen würden die Geschäftsleute während der laufenden Schau noch Gelegenheit haben, sich Werke auszusuchen und an dem Gesamtkonzept der Ausstellung teilzunehmen. Die zur Auswahl stehenden Fotografien sind daher übersichtlich nummeriert und die Kontaktdaten des Künstlers (Telefonnummer und E-Mail) deutlich in der Burg-Galerie hinterlegt.

Auch wenn in der Kupferstadt aller Anfang schwer scheint, ist er immerhin gemacht, denn der französische Wahlstolberger Christian Clement war der erste, der sich für ein Motiv entschied – und zwar für ein äußerst passendes. Die Fotografie des Schildes zum „Pont de Valognes“ wird bald seine Bodega am Alter Markt zieren. Barbara Breuer kündigte ihrerseits an, dass mit der Stolberg Touristik an der Zweifaller Straße der zweite „Kunst-Außenposten“ der „Artibus“-Ausstellung gefunden sei.

Weniger zurückhaltend als die Stolberger Geschäftsleute waren die Privatiers: Schnell hatten sich die ersten in eine in der Galerie ausliegende Liste eingetragen und sich so eines der DIN-A4-Werke gesichert, das ihnen am Ende der Ausstellung für nur fünf Euro ausgehändigt wird. Auch dieses Angebot bestehe während der gesamten Ausstellungsdauer, und auf Wunsch könnten auch Vergrößerungen der Wunschmotive erworben werden, betont Künstler Ales Vega. Informationen online: www.stolberg-artibus.de

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