Stolberg - Artibus-Reihe: Große Vielfalt ausdrucksvollen Schaffens

Artibus-Reihe: Große Vielfalt ausdrucksvollen Schaffens

Von: Dirk Müller
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Philippe Bresson (rechts) und Artibus-Kurator Rafael Ramírez-Máro scherzen beim Aufbau der aktuellen Artibus-Ausstellung, die Werke von vier Künstlern aus Nizza zeigt. Die Ausstellung wird ab Sonntag in Stolberg zu sehen sein. Foto: D. Müller

Stolberg. Für Kunstfreunde aus der Stadt Stolberg ist der Weg in die Burg-Galerie ein überschaubarer – die Künstler, die ab dem kommenden Sonntag in der städtischen Artibus-Reihe ihre Werke zeigen, haben hingegen eine rund 1200 Kilometer weite Anreise auf sich genommen.

In Nizza haben sie ihre Exponate sorgsam verpackt und von Südfrankreich aus nach Stolberg verfrachtet. Das Resultat der Reise ist eine äußerst eindrucksvolle Artibus-Kunstausstellung (siehe Infokasten), die mit großer Vielfalt und sehenswerten Einzelexponaten überzeugt. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Lichtinstallationen ziehen den Betrachter in ihren Bann.

Gilles Miquelis stellt in seiner großformatigen Ölmalerei den Menschen in den Vordergrund, wobei sein enorm ausdrucksstarkes Schaffen hintergründig psychologische Ansätze aufweist. Miquelis‘ Malerei ist stark atmosphärisch und anziehend.

Martin Caminiti zeigt bei der Artibus-Schau in schwarz-weiße Tuschezeichnungen. Filigran und in hoher Dichte üben Caminitis faszinierende Formspiele eine nahezu hypnotische Wirkung aus, der sich der Betrachter kaum entziehen kann.

Die Werke von Anne Gerard sind vielschichtig – sowohl die Wirkung betreffend, als auch ihre schöpferische Herangehensweise. Gerard malt mit Acrylfarben, zeichnet mit Stiften und Tusche. Aus dieser Mischtechnik entstehen intensive Bilder voller Tiefe.

Philippe Bresson ist bei der Artibus-Ausstellung der Nizza-Künstler für die dritte Dimension in der Burg-Galerie zuständig. In seinen Skulpturen kombiniert Bresson Glas, Metall, Leder und Holz äußerst kunstvoll. Jedes Objekt hat der Künstler mit einer eigenen Seele versehen, und die Plastiken sind zudem „Kunst mit Funktion“, denn sie können leuchten. Bressons Werke profan als „Lampen“ zu bezeichnen, würde den Exponaten allerdings in keinster Weise gerecht. Eingeschaltet werden die Kunstobjekte zu Lichtinstallationen, das Leuchten wird ein Teil der Kunstwerke.

Die Werke der Nizza-Künstler sind sehr beeindruckend, doch wie sind sie von der Côte d‘Azur nach Stolberg gelangt? Die Ausstellung bahnte sich vor einem Jahr an, als Artibus-Kurator Rafael Ramírez-Máro seine eigenen Werke in Nizza zeigte. „Bei der Vernissage habe ich die Künstler kennengelernt, und die Chemie zwischen uns hat gleich gestimmt“, erinnert sich Ramírez-Máro. Freundschaften seien geschlossen und Pläne geschmiedet worden. „Die Herzlichkeit der Künstlerkollegen hat mich schier überwältigt“, beschreibt der Kurator der Artibus-Ausstellungsreihe die Situation.

Im Hinterkopf habe er den Wunsch von Kulturmanager Max Krieger nach mehr Internationalität bei den Artibus-Ausstellungen gehabt. „Also habe ich den Nizza-Künstlern von Artibus erzählt. Spätestens, als ich ihnen im Internet ein Foto von der Stolberger Burg gezeigt habe, waren sie Feuer und Flamme und wollten gerne ihre Werke in diesem ganz besonderen Ort ausstellen.“

Nachdem also im Sommer 2016 Künstler in Nizza von der Stolberger Burg begeistert waren, werden jetzt mit Sicherheit viele Kupferstädter Kunstinteressierte begeistert sein von den sehenswerten Exponaten aus Südfrankreich.

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