Stolberg - Artibus: Fotografie erzählt Geschichten

Artibus: Fotografie erzählt Geschichten

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Friedhelm Grosse (v. l.), Robert Schäfer und Jens Schultze zeigen bei der Artibus-Ausstellung fotografische Kunstwerke, die mit dem Betrachter kommunizieren. Foto: D. Müller

Stolberg. Die erste 2017er Artibus-Kunstausstellung wird am kommenden Samstag, 21. Januar, um 16 Uhr in der Burg-Galerie eröffnet und zeigt fotografische Werke von Friedhelm Grosse, Jens Schultze und Robert Schäfer. Die Schau ist faszinierend und ausdrucksstark wie vielfältig; Natur, Mensch, Industrie, Architektur und mehr werden kunstvoll thematisiert.

So zeigt der Stolberger Fotograf Robert Schäfer unter anderem atemberaubende Landschaftspanoramen, die in Neuseeland entstanden sind, und urbane Motive aus dem japanischen Tokio. Schäfer greift ebenso architektonische Themen auf und präsentiert bei der Artibus-Ausstellung auch Stolberger Motive und sowohl unbearbeitete Fotografien, als auch Bilder, die er künstlerisch digital verfremdet hat.

Während der Mensch in Schäfers Werken eine eher untergeordnete Rolle spielt, stellt Jens Schultze ihn oft in den Mittelpunkt seines Schaffens. Der Wuppertaler Fotograf visualisiert die Menschen mit psychologischer Tiefe. In Schultzes Bildern wirkt der Charakter des Menschen wie eine dritte Dimension – Empfindungen, Erfahrungen und Empathie sprechen aus den Werken. Modell standen ihm auch zwei in der Kupferstadt wohlbekannte Menschen: der Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro und sein Vater Antonio Máro.

Friedhelm Grosse zeigt in der Burg-Galerie Spuren, die der Mensch hinterlassen hat und die zugleich Zeugnisse der Kohle- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets sind. Grosse wählt industrielle Motive wie Fabriken, an denen der Zahn der Zeit nagt, die stillgelegt oder kurz vor dem endgültigen Verfall sind, oder monumentale vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften, die längst untergegangen sind. Dabei schöpft Grosse aus der Vergänglichkeit enorme Ästhetik.

Den Werken aller drei Künstler gemein ist, dass sie regelrecht komponiert erscheinen, was dem Auge der Fotografen geschuldet ist. Die Künstler verfügen über eine besondere Wahrnehmung, mit der sie ihre Motive einfangen, und lassen die Besucher der Artibus-Ausstellung daran teilhaben. Im wahrsten Sinne des Wortes sehenswert sind die Fotografien, die sich jedoch nicht damit begnügen, angeschaut zu werden. Die Kunstwerke kommunizieren mit den Betrachtern, vermitteln Geschichten und Emotionen, und das Spiel mit Licht und Schatten, Perspektiven und Bildausschnitten übt große Faszination aus.

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