Artibus-Ausstellung öffnet am Sonntag

Von: Dirk Müller
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Die Kölner Künstler Heike Iserlohe und Cocco Santamuerte zeigen sowohl völlig unterschiedliche eigene Werke, als auch gemeinsam geschaffene informelle Malerei bei der Artibus-Ausstellung. Foto: D. Müller

Stolberg. Die nächste Kunstausstellung in der städtischen Artibus-Reihe wird am kommenden Sonntag, 30. April, um 12 Uhr eröffnet, und vielfältige beeindruckende Werke locken in die Burg-Galerie.

Die sehenswerte Schau steht unter dem Motto „Künstlerpaare“: In der Kupferstadt zu sehen sind Exponate von sechs Künstlern aus Köln, Düsseldorf uns Stolberg – und aus drei Generationen.

Lokalmatador ist dabei Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld. Korrespondierend mit dem Thema „Künstlerpaare“ präsentiert der Meisterschüler von Joseph Beuys großformatige Werke, bei denen zwischenmenschliche Beziehungen im Mittelpunkt stehen.

Ritzerfelds versierte Formsprache trifft dabei auf ansprechende Farbgebung, und seine Malerei strahlt eine Faszination aus, der sich der Betrachter kaum entziehen kann. Seine Düsseldorfer Studienfreundin Daniela Flörsheim widmet sich in ihren expressiven Arbeiten ebenfalls dem Sujet Mensch, bringt aber Tiere wie einen Fuchs auf die Leinwand oder zieht die Blicke der Betrachter mit ganz aktuellen Werken an, in denen die Menschenaffen Gorillas die Grenzen zwischen Tier und Mensch eindrucksvoll infrage stellen.

Kraftvolle und unwiderstehliche Bilder von Tieren sind auch von Heike Iserlohe zu sehen, deren Malerei enorme Dynamik aufweist. Der Streetart-Künstler Cocco Santamuerte hingegen zeigt zum Beispiel überdimensionale – und jugendfreie – Playboy-Cover, die zerknittert und löchrig gleichsam vergängliche wie überdauernde Zeugnisse von Popkultur sind.

Besonders spannend an dem Kölner Künstlerpaar ist, dass Iserlohe und Santamuerte sowohl Werke völlig unterschiedlicher Stile schaffen, als auch gemeinsam gemalte Exponate informeller Malerei bei der Artibus-Ausstellung präsentieren. Karin Flörsheims Bilder beschäftigen sich teils mit Gottheiten, Mythen, weisen kalligraphische Zeichen auf, die an die frühe Menschheitsgeschichte erinnern.

Diese Exponate sind deshalb von ebenso hoher Anziehungskraft wie die neueren Werken der über 80-jährigen Düsseldorferin, in deren Natur das zentrale Element Wasser ist.

Karin Flörsheim bildet ein Künstlerpaar mit „Abu“ Abele, mit dem sie seit einem halben Jahrhundert zusammenlebt.

Bemerkenswert in seinen Naturdarstellungen ist das Fehlen jeglichen Wassers. Abele ist studierter Zoologe, flog einst mit dem Tierforscher und TV-Dozenten Professor Grizmek über die Serengeti, und seine Malerei transportiert unnachahmlich den Geist von Savanne und Wüste – motivisch mit Tier-, Natur- und Jagdszenen und technisch durch faszinierende Farbgebung, die Abele durch den Auftrag von feinem Sand aus der Sahara anreichert.

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