Stolberg-Büsbach - Artgerechter Kuhstall auf der Weide in der Atzenach

Artgerechter Kuhstall auf der Weide in der Atzenach

Von: -jül-
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Auf der betriebseigenen Weide und deutlich entfernt von der Bebauung am Peitschenweg soll die neue Betriebsstätte zur Haltung und Aufzucht von Fleischrindern gebaut Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Im Laufe der Jahre ist es ein wenig eng geworden auf dem Bauernhof der Familie Conrads. Die Jahreszahl 1881 über der Toreinfahrt an der Konrad-Adenauer-Straße zeugt von der langen landwirtschaftlichen Tradition. Zählten in den Anfängen des Betriebs Pferde zu unverzichtbaren Nutztieren, so finden sie längst als Reitpferde ein Zuhause auf dem Gelände des Hofes.

Vor Jahrzehnten wurde eine Bewegungshalle errichtet. 1993 stellte die Familie von der Milchkuhhaltung auf Fleischtiere um. Immer wieder wurde im Laufe der Zeit die Anlage modernisiert.

Aber mittlerweile fehlt dem Bauernhof das räumliche Potenzial, um den Bestand zeitgemäß halten zu können. Die 40 Rinder – 30 Mutterkühe und zehn in der Nachzucht – sollen einen neuen Stall erhalten. Angesichts der Enge der Bebauung zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Peitschenweg soll die neue Stallung auf einer betriebseigenen Weide gebaut werden – in Verlängerung des Wirtschaftsweges, der von dem landwirtschaftlichen Anwesen in Richtung „Atzenach“ führt, westlich der Wegegabelung zum Wilhelmbusch. Entstehen soll ein Außenklimastall „als einseitig offene Halle“, der eine tiergerechte Haltung mit ausreichend Bewegungsraum für die 40 Rinder erlaubt.

Bei einer Breite von knapp 17 Meter ist ein 25 Meter langes Heulager und eine gut 31 Meter lange Stallung vorgesehen. Sie ist als offener Laufstall mit Laufgang und Liegefläche in Tiefeneinstreu geplant. An der südöstlichen Stirnseite schließt sich eine überdachte Mistlagerplatte mit Jauchegrube in den Maßen neun mal drei Meter an. Die Verwaltung empfiehlt dem morgen tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung, ihrer planungsrechtlichen Stellungnahme zu dem Bauantrag zuzustimmen. Es bestünden keine planungsrechtlichen oder städtebaulichen Bedenken, öffentliche Belange würden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt, und die Erschließung sei gesichert.

Befasst werden muss der Ausschuss mit dem Neubau, weil er im Außenbereich liegt, der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist. Die Naturschutzbehörde bei der Städteregion hat keine Bedenken. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan regelt die Auflagen und Ausgleichsmaßnahmen.

Der städtischen Umweltbehörde ist zwar ein Vorkommen von Geburtshelferkröten bekannt, auf das bei den Ausgleichsmaßnahmen besonders Rücksicht genommen werden solle. Aber die Abteilung stuft das Grünland „nicht als essentiellen Lebensraum“ ein; das Bauvorhaben sei „in dieser Hinsicht grundsätzlich genehmigungsfähig“.

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