„Art in Between“ geht in die zweite Runde

Von: Marie-Luise Otten
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Die Galeristin und Künstlerin Conny Linnhöfer (l.) erzählt gerne Wissenswertes über die Aussteller in ihrer kleinen, exquisiten Galerie im Kunsthandwerkerhof Rose. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. „Art in Between“ ist ein Kunstprojekt, das nicht nur in den Metropolen New York und Shanghai zu finden ist, sondern nunmehr auch in Stolberg. Initiatorin ist die Künstlerin Conny Linnhöfer, die nach sechsjährigem China-Aufenthalt zurück nach Deutschland gekommen ist, um vorwiegend jungen und unbekannten Künstlern – unter anderem auch aus ethnischen Gruppen wie zum Beispiel den Maori oder Aborigines – in ihrer Heimatstadt Stolberg eine Plattform zu bieten.

Jeden Monat wird eine neue Ausstellung zu sehen sein. Hatten im März drei Chinesinnen ihre Kunstwerke im Kupferhof Rose am Alter Markt gezeigt, so stehen ab Dienstag zwei Künstler im Vordergrund, die gerne ihre Art der Kunst in der Euregio präsentieren möchten. Es sind Isabelle Laurent Brion aus Frankreich und Niki Severins aus den Niederlanden.

Engagement für „Morning Tears“

Conny Linnhöfer verbindet ihr Engagement für junge Künstler gleichzeitig mit dem Engagement für „Morning Tears“, ein gemeinnütziger Verein, den der Belgier Koen Sevenants 1998 gründete, um Kinder von inhaftierten Häftlingen in China und Kambodscha zu unterstützen. „Morning Tears“ arbeitet hauptsächlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden.

Zur Eröffnung der zweiten Ausstellung präsentierte Linnhöfer Werke von Isabelle Laurent Brion in Öl auf Leinwand in unterschiedlichen Größen. „Ich stehe erst einmal vor einer leeren Leinwand und lasse all meine Selbstzweifel, meine Fragen und meine Gefühle in kleinen Bewegungen über die Leinwand gleiten. Nicht wissend, wohin mich das führen wird“, erklärt die Künstlerin, die 1965 in Compiègne in Frankreich geboren wurde. Die Leinwände hat sie dann von oben nach unten und von links nach rechts mit Messer und Pinsel von Rot nach Grün und von Grün nach Grau erkundet. Entstanden sind Motive aus der Märchenwelt und Bilder, die zum Nachdenken anregen.

Der zweite Aussteller ist der 32-jährige Bildhauer Niki Severins aus Kessel in den Niederlanden. Er hat an der Kunstakademie Gent Bildhauerei studiert und sich auf Skulpturen spezialisiert, die er mit Hilfe von Baumaterialien wie Beton, Stahl und Holz anfertigt. Severins verbindet traditionelle Bildhauerei mit der Bautechnik und entwickelt dabei eigene Kreationen. Er liebt nach eigenen Worten die Ausstrahlung des Holzes. So hat er der Form eines Schwertes Beton eingefügt. Ein anderes Treibholz erwies sich in Verbindung mit Beton und einer Glasplatte als ideal für einen Tisch. Bei einem Wochenend-Ausflug in die Ardennen fand er ein paar schöne Holzstücke, aus denen er mit Eisen eine wunderschöne Außenskulptur kreierte und sie einfach „Symbiose“ nannte. Sehr schön ist auch der Tee-Beutel, eine Auftragsarbeit der Kunstakademie von 2007.

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