Stolberg - Arbeitslosenzahlen: Zwar nicht im Trend, aber auf dem Weg der Besserung

Arbeitslosenzahlen: Zwar nicht im Trend, aber auf dem Weg der Besserung

Von: Mischa Wyboris
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Entwicklung liest sich gut: Selbst der Winter kann dem Arbeitsmarkt in Deutschland nichts anhaben. Jedoch: Auf dem Weg in die Kupferstadt ist der Aufwärts-Trend offenbar versackt. Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 85 auf 2858 gestiegen. Das waren fast genauso viele wie vor einem Jahr.

„Ich würde das überhaupt nicht dramatisieren”, sagt Heinz Klinkenberg, Leiter der Stolberger Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. Dies sei eine „normale Entwicklung”, und man befinde sich auch in Stolberg „auf einem guten Weg”. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar glatte zehn Prozent, vor einem Jahr waren es 0,1 Prozent mehr Arbeitslose. „Ich bin optimistisch, dass wir schon im März wieder gut unter zehn Prozent liegen”, sagt Klinkenberg.

Aktuell meldeten sich 482 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 57 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig beendeten 408 Personen ihre Arbeitslosigkeit; da sind 103 weniger als im Februar 2010. Seit Beginn des Jahres 2011 gab es insgesamt 1086 Arbeitslosigkeitsmeldungen, das entspricht einem Minus von 143 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem stehen 793 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber - ein Minus von 139.

Bestand an Arbeitsstellen gesunken

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um fünf auf 163 Stellen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es damit 14 Arbeitsstellen weniger. „Wir haben aber bereits die Rückmeldung, dass es wieder mehr Stellen gibt”, betont Klinkenberg. Diese Entwicklung schlage aber erst in der nächsten Statistik der Agentur für Arbeit zu Buche. Im Februar meldeten Arbeitgeber 62 neue Arbeitsstellen, sieben weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 128 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 16.

Im Rechtskreis SGB III ist die Arbeitslosigkeit von Januar auf Februar um fünf auf 667 Personen gestiegen. Das waren 152 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB-III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 2,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,9 Prozent. Dabei meldeten sich 173 Personen (neu oder erneut) arbeitslos (-77), gleichzeitig beendeten 153 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-27). Seit Beginn des Jahres gab es 444 Arbeitslosigkeitsmeldungen (-112). Dem stehen 329 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (-22).

Ausschlaggebend für die im Vergleich mit dem Bundes-Trend weniger positiven Statistiken in Stolberg sei die Entwicklung im Rechtskreis SGB II, sagt Klinkenberg. Hier ist die Arbeitslosigkeit von Januar auf Februar um 80 auf 2191 Personen gestiegen (+154). Die anteilige SGB-II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 7,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 7,2 Prozent. Dabei meldeten sich 309 Personen (neu oder erneut) arbeitslos (+20), gleichzeitig beendeten 255 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-76). Seit Beginn des Jahres gab es 642 Arbeitslosigkeitsmeldungen (-31). Dem stehen 464 Abmeldungen Arbeitsloser gegenüber (-117).
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