Arbeitskreis wird eingetragener Verein

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Der neue Vorstand des eingetragenen Vereins „Arbeitskreis Geschichte Mausbach“.

Stolberg. In Mausbach trafen sich 18 geschichtsinteressierte Bürger, um einen Verein mit dem Titel „Arbeitskreis Geschichte Mausbach“ zu gründen, der ins Vereinsregister eingetragen werden soll. Zu Beginn der Versammlung führte der bisherige Sprecher, Dr. Franz Josef Ingermann, aus, dass der Arbeitskreis schon auf eine Tradition von 38 Jahren zurückblicken kann.

Bereits im Jahre 1978 fanden sich Wilhelm Hamacher, Therese Linzenich, Peter Rösseler, Leo Esser und Andere zusammen, um sich mit der Mausbacher Dorfgeschichte zu befassen.

Heraus kamen drei Broschüren mit den Titeln: „Die katholische Pfarrgemeinde St. Markus“, „Mausbacher Eigenarten“ und „Das Erzbergwerk Diepenlinchen“. Letztere wurde von Dr. Franz Dunkel recherchiert und verfasst. Anfang der neunziger Jahre entstand basierend auf zahlreichen Interviews von Dr. Franz Josef Ingermann die Dokumentation „Mausbach in den letzten Kriegsmonaten, Ereignisse und Schicksale“. Darüber hinaus veranstaltete der Arbeitskreis in dieser Zeit mehrere Ausstellungen und Informationsabende zu diesen und anderen geschichtlichen Themen des Ortes. Von 1999 bis 2005 organisierte der Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Ingermann zahlreiche „Erzählcafes“ zu diversen historischen Schwerpunkten.

Im November 2004 erweiterten sich die Möglichkeiten des Arbeitskreises beträchtlich: Die Witwe des Hobby-Heimatforschers Wilhelm Hamacher, Regina Hamacher, übertrug das Archiv ihres Mannes vertraglich auf den Arbeitskreis Geschichte. So gingen zirka 7500 Fotos und zahlreiche schriftliche Dokumente auf den Arbeitskreis über. In der Folge wurde mit diesem wertvollen Material in einem Raum der Pfarrgemeinde St. Markus ein öffentlich zugängliches Archiv eingerichtet, das monatlich für alle zugänglich ist.

Willi Beissel steckte viel Arbeit in die Digitalisierung der Fotos und Dokumente und machte damit das Archivmaterial für die Nutzer besser zugänglich. Mädi Piqueray und Lotte Bauendahl unterstützten Willi Beissel bei den monatlichen Archivterminen. Eine wertvolle Erweiterung des Archivs und der Arbeit des Arbeitskreises bildet seit 2011 auch Ahnenforscher Reiner Sauer mit seinen Familienaufzeichnungen von mehr als 60.000 Personen aus Mausbach und den umliegenden Orten. Seine Bände des „Crasciniaci“ zu den Familiengeschichten der ehemaligen Gemeinde Gressenich liegen ebenso im Archiv zur Einsicht bereit. Von großem Wert für Mausbach sind die Veröffentlichungen von Hubert Koll über seinen Heimatort.

Seit zwei Jahren sind nun die Mitglieder des Arbeitskreises Bernd und Stephan Kreutz intensiv in der Weiterentwicklung des Archivs engagiert. So ist geplant, das Archiv für Schüler und andere Interessenten digital zugänglich zu machen, eine größere Räumlichkeit zu finden, enger mit Schulen zu kooperieren und, wenn möglich, eine ständige Ausstellung einzurichten. Im Anschluss an seinen historischen Rückblick nannte Dr. Ingermann die Gründe, warum nun diese Vereinsgründung vollzogen wird. Er nannte die Sicherung der Kontinuität der Arbeit durch einen festen Mitgliederstamm, die finanzielle Absicherung der Aktivitäten durch Mitgliederbeiträge, die Möglichkeiten öffentliche Mittel zu beantragen sowie Spenden zu empfangen. Hierzu ist der Status der Gemeinnützigkeit angestrebt.

Nach der Verabschiedung der neuen Vereinssatzung wurde der neue Vorstand gewählt: Zum Vorsitzenden wurden Stephan Kreutz, zum Schatzmeister Reiner Sauer und zum Schriftführer Dr. Josef Ingermann gewählt. Rechnungsprüfer sind Bernd Kreutz und Josef Reijnders.

Als nächster Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist ein gemeinsames Vorhaben mit der Gruppe Z geplant. Im Rahmen dieser Arbeit soll das Projekt der Stolpersteine für jüdische Mitbürger der ehemaligen Gemeinde Gressenich unterstützt werden. Dieses Vorhaben wurde in der Versammlung von Karen Lange-Rehberg vorgestellt und fand breite Zustimmung bei den Anwesenden. Alle an der Arbeit des Arbeitskreises Interessierten sind herzlich eingeladen, die regelmäßigen Öffnungszeiten des Archivs (jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 18 Uhr) zu nutzen.

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