Applaus für Pläne zur neuen Büsbacher Dorfmitte

Von: -jül-
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Eine einheitliche und barrierefreie Verkehrsfläche mit Alleebäumen und einem besser sichtbaren Bareschesser-Denkmal sieht das Konzept für die neue Mitte Büsbachs vor. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Am Ende gibt‘s den verdienten Applaus und das Lob eines Fachmannes aus Mausbach: „Büsbach ist ein Tu-Dorf“, sagt Günter Flamm, stellvertretender Vorsitzender der Leader-Region Eifel und Mitglied der Städteregions-Jury beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Die erfolgreiche Beteiligung Büsbachs bringt im Jahr 2008 den Stein ins Rollen, erinnert noch einmal Günter Dahmen an die Entwicklung der gemeinsam erarbeiteten en Pläne zur Gestaltung eines einheitlichen Mittelpunktes für Büsbach. An diesem Abend wird im Bürgerhaus die Rahmenplanung vorgestellt und mit einem großen interessierten Publikum diskutiert – durchaus kontrovers.

Weil sich bereits viele Besucher mit einzelnen Details der Vorschläge beschäftigen. Der Technische Dezernent Tobias Röhm, Planungsamtsleiter Andreas Pickhardt und Paul Kirch, als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung der Moderator des Abends, haben alle Hände voll zu tun, darauf hinzuweisen, dass erst einmal nur die Grundzüge des Konzeptes zur Diskussion stehen; Details müssten noch erarbeitet und könnten erst zu einem späteren Zeitpunkt mit den Bürgern debattiert werden.

Im Grunde sieht das Konzept für Büsbach eine einheitliche und barrierefreie Verkehrsfläche für den Marktbereich von den Bushaltestellen über den Einmündungsbereich Bischof­straße bis hinter das Bürgerhaus vor. Die Planer präferieren eine Allee, um Parkplätze zu erhalten und eine leicht aufgepflasterte Mittellinie – auch als Abbiegespur.

Der heute zweigeteilte Markt soll zu einer Einheit zusammengefasst, die Straße Wilhelmbusch über den gepflasterten Platz, mit Pollern abgegrenzt, geführt werden. Parkplätze entstehen beidseitig am Rand. Mehr Raum für Außengastronomie soll angeboten und das Bareschesser-Denkmal besser in Szene gesetzt werden.

Auch für den weiteren Verlauf der Konrad-Adenauer-Straße ist eine Allee angedacht, wobei die Einmündungsbereiche platzartig auch als Querungshilfen gestaltet werden sollen. Während der Büsbacher Markt als flexibler Veranstaltungsraum in der Dorfmitte bewahrt werden soll, soll die Aufenthaltsqualität im Bereich „Am Denkmal“ durch eine Gestaltung mit Grün- und Spielflächen mehr Aufenthalts- und Erholungsfunktion erhalten. Die Parkplatz-Bilanz ist nahezu konstant: 126 Stellplätze heute stünden 121 zukünftig gegenüber.

Hoffen auf Leader-Bewerbung

Wenn auch die Grundzüge der Planung auf überwiegende Zustimmung stoßen, so gibt es auch eine Reihe von Kritikpunkten. Der erste ist ein angedachter Verzicht auf die Ampel am Markt. Sie sei aber unverzichtbar für Schüler und Senioren, befinden viele Büsbacher. Ein Grund, darüber noch einmal nachzudenken, sagt die Verwaltung. Sie beabsichtigt auch, den Ortskern als Tempo-30-Strecke auszuweisen.

Ob das denn die Städteregion mitmacht und ob sie überhaupt in die Planung einbezogen ist, wollen dann die Bürger wissen. Tempo 30 hält die Verwaltung für machbar, einbezogen worden ist der „Eigentümer“ dieser Kreisstraße noch nicht, denn dazu müsse man ihm auch eine detaillierte Planung vorlegen, die ja noch nicht konkret sei.

Zu nah an der Bebauung seien die Bäume geplant, lauten andere Befürchtungen, die auch in einer Pflasterung auf der viel befahrenen Straße mit nahezu 10.000 Fahrzeugen im Tagesschnitt keine nachhaltige Lösung sehen; aber dennoch durch die Ankündigung von Tobias Röhm beruhigt werden, dass Anlieger für die Aufwertung des Dorfkerns nicht zu Kosten herangezogen werden.

„Das ist ein Sonderausbau, der nicht heranziehungspflichtig ist“, erläutert der Dezernent. Und dass bei dem für das kommende Jahr anstehenden Ausbau der Galmeistraße die Planungen des Dorfkonzeptes berücksichtigt werden sollen.

Wann denn die Umgestaltung konkret werden soll, steht derweil noch in den Sternen. Bislang stehen im Haushalt nur Mittel, um die Planung komplettieren zu können. Ihre Hoffnungen setzt Stolberg auf die Bewerbung des „Aachener Reviers“ für die europäische Förderkulisse als Leader-Region. Dann würde sich der Bereich von Büsbach und Münsterbusch über Atsch bis zum Donnerberg Hoffnungen auf Zuschüsse machen können. So wie sie in Mausbach für den Abriss des Feuerwehrgerätehauses und den Bau der Treppe am Markusplatz bereits geflossen sind. Und dazu hatte auch Günter Flamm seinen Anteil geleistet.

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