Apollonia-Schützen werden 90 Jahre alt

Von: Günther Sander
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Die Apollonia-Schützenbruderschaft feiert jetzt ihr 90-jähriges bestehen. In Verbindung mit dem Bezirksschützenfest. Jugend schwer für das Brauchtum zu gewinnen. Foto: imago/IPON

Stolberg/Eilendorf. Hohe Festtage stehen der St.-Apollonia-Schützenbruderschaft von 1926 ins Haus. In Verbindung mit dem Stolberger Bezirksschützenfest wird vom 27. bis 29. Mai auf dem Vereinshof an der Nirmer Straße der 90. Geburtstag gebührend gefeiert.

Ein buntes, abwechslungsreiches Programm sorgt für beste Unterhaltung. Anlässlich des großen Jubiläums stellten die Schützen ihre Festschrift vor, auf 78 Seiten wird dem Leser Wissenswertes über das Schützenwesen näher gebracht. Brudermeister Günter Kirsch und sein Team sind mächtig stolz auf das gelungene Werk. So schreibt er in einem Vorwort: „90 Jahre sind zwar noch nicht so eine lange Zeit im Schützenwesen, doch wir hoffen, auf diesem Weg Jung und Alt zusammen zu bringen.“

Gleichzeitig bemängelt Kirsch den Mitgliederschwund und damit verbunden den fehlenden Nachwuchs. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler bringt in ihrem Grußwort zum Ausdruck, man sehe bei der Bruderschaft nicht nur einen Verein, sondern insbesondere eine Schützenfamilie, die gemeinsam – wie in einer Familie üblich – sich immer neuen Herausforderungen stelle, sie annehme und mit vereinter Kraft meistere.

Bei den „Zahnping-Schützen“, wie die Apollonia-Schützen in Anlehnung an ihre Schutzpatronin auch genannt werden, sei es gleichzeitig eine gute Tradition, neben dem sportlichen Wettkampf auch die Geselligkeit in den Vordergrund zu stellen und die Kameradschaft zu pflegen. Festausschussvorsitzender Rolf Schäfer bringt es auf den Punkt: „Ein großes Fest steht an. Wir feiern das Gemeinschaftsgefühl, die Kameradschaft, das Miteinander, durch das die Apollonia-Schützen sich auszeichnen.“

Pfarrer Gregor Huben bescheinigt dem Verein, mit 90 Jahren zwar schon „eine ältere Dame“ zu sein, aber sie sei rüstig genug und habe noch viel vor sich. „Da bin ich sicher.“ Bezirksamtsleiter Martin Freude weiß, dass der Verein einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Schießsports und der Geselligkeit in Eilendorf leistet. Die Anfänge gehen auf den 1. August 1926 zurück, als im Restaurant Adam Donners die St.-Apollonia-Schützenbruderschaft (damals noch Gesellschaft) aus der Taufe gehoben wurde. Man orientierte sich an den Büchsenschützenbund zu Würselen.

1930 wurde überlegt, ob man dem Bund der Erzbruderschaft zum Heiligen Sebastian beitreten solle. Am 1. März 1934 dann meldete der Vorstand der Schützen beim Pfarramt in Eilendorf den Titel „St.-Apollonia-Schützenbruderschaft Eilendorf“ an. 1939 ruhte der Schützenbetrieb, kurz nach dem Kriege lebte er wieder auf, mit einem großen Schützenfest 1947. Im Jahre 1949 trat man dem Bezirksverband Stolberg bei, bis heute sind die Eilendorfer darin vertreten. Brudermeister Günter Kirsch verweist auf das Festprogramm, das am Freitag, 27. Mai, mit einem Abmarsch zum Ausrufen des Schützenfestes seinen Beginn nehmen werde.

Am Samstag, 28. Mai, 20 Uhr, gibt es den „Großen Zapfenstreich“ vor der Pfarrkirche St. Apollonia, dargeboten vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg 1 und dem Instrumentalverein Eilendorf. Gegen 22 Uhr wird auf dem Vereinshof ein großes Feuerwerk gen Himmel steigen. Mit einer heiligen Messe in St. Apollonia beginnt das Programm am Sonntag, 29. Mai. Um 14 Uhr steht der große Festzug durch den Ort mit Abholen des Königs und Vorbeimarsch am Vereinshaus auf dem Programm. Der Königsvogelschuss wird um 16.30 Uhr für Spannung sorgen, während um 17 Uhr die Siegerehrung des Bezirks-Ehrenschießens vorgenommen wird. Gegen 19.30 Uhr bildet die Proklamation der neuen Majestäten den Abschluss des Jubiläumsfeierlichkeiten.

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