Anzeige wegen des Stolpersteins

Von: -jül-
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Der Stein des Anstoßes: Über den erhöhten Pflasterstein, der zur Verankerung der Eingangspforte der Torburg dient, stolperte ein Burg-Besucher und verletzte sich. Jetzt ist Strafanzeige erstattet. Foto: J. Lange

Stolberg. Sicherlich viele Besucher der Burg sind schon über ihn gestolpert, doch diesmal wird der wenige Zentimeter erhöhte mittlere Befestigungsstein für die Pforte im Eingang der Torburg ein Fall für den Staatsanwalt.

Anzeige gegen Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Fachbereichsleiter Bernd Kistermann erstattet hat am Freitag jedenfalls Klaus-F. Kratz, Koordinator nach Baustellenverordnung: „Weil die Stadt offenkundig nicht bereit ist, eine selbst von ihr als potenziell erkannte Gefahrenstelle zu beseitigen oder abzusichern“, erläutert das aktive Mitglied der UWG in seiner Anzeige.

Demnach kam es während der Kupferstädter Weihnachtstage an besagter Schwelle zu einem Unfall mit Personenschaden. Sie wurde für eine Besucherin zur Stolperfalle, sie stürzte verletze sich und wurde im Krankenhaus behandelt.

Als Kratz am 20. Dezember davon erfuhr, forderte er sofort die Stadt zu einer Gefährdungsabschätzung und zum Handeln auf. Am 23. Dezember antwortete Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, bestätigte den Unfall, der bereits beim Gemeindeversicherungsverband anhängig und von diesem der Stadt gemeldet war, und verabschiedete sich in den Urlaub mit den Worten: „Darüber hinaus besteht aus Sicht der Stadt Stolberg zurzeit kein Handlungsbedarf, die potenzielle Gefahrenstelle abzusichern“.

Dies schlägt für Kratz „dem Fass den Boden aus“. Nach weiteren Rückfragen bei der Verwaltung, aus denen keine Absicht einzuschreiten zu wollen erkennbar wurde, schaltete der in Fragen der Verkehrssicherung versierte Stolberger die Kommunalaufsicht und die Staatsanwaltschaft ein. „An dieser Stelle ist es sicherlich bereits zu weiteren Unfällen gekommen sie sind möglicherweise nur nicht aktenkundig“, sagt Kratz.

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