Anspruchsvolle Parcours und vielfältige Verpflegung beim Sommerturnier

Von: Dirk Müller
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Das gute Wetter lockte viele Besucher zum Büsbacher Reitturnier auf Gut Hassenberg, wo, wie hier von Jackie Quadflieg, packender Pferdesport geboten wurde. Foto: D. Müller
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Abreiten für die Dressur: Auch der reiterliche Nachwuchs war in großer Zahl bei den für ihn reservierten Wettbewerben auf Gut Hassenberg vertreten.

Stolberg-Büsbach. Für viele Sportfreunde in der Kupferstadt und der Region spielt der Bundesliga-Auftakt am Samstag offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Das Wochenende steht für sie ganz im Zeichen des Reitsports, denn auf Gut Hassenberg findet das 52. Reit- und Springturnier des Reitervereins Büsbach statt.

Schon bei der Anfahrt mit dem Auto können die Gäste sich von der guten Organisation überzeugen: Ein Feldweg wurde zur Zufahrt in eine Einbahnstraße umgewandelt, und ein Parkeinweiser lotst die Besucher freundlich auf einen der Wiesen-Parkplätze, die zum Beispiel am Samstagnachmittag gut gefüllt sind.

Mit dem bisherigen Ablauf des Turniers ist auch die Vorsitzende des Büsbacher Reitervereins sehr zufrieden. „Alles klappt prima, wir liegen gut im Zeitplan und haben durchweg positive Rückmeldungen von Aktiven wie Besuchern erhalten“, sagt Dunja Reul.

Ihr positives Zwischenfazit schränkt sie allerdings ein, wenn auch nicht ganz ernst gemeint: „Nur drohen uns schon am zweiten Turniertag die Grillwürstchen auszugehen. Das ist wohl eine klassische Fehlplanung“, flachst sie mit gespielt bösem Blick zu ihrer Schwester. Astrid Meyers verteidigt sich prompt: „Wir haben genau so viele Würstchen gekauft wie beim letzten Sommerturnier. Dass sie zur Neige gehen, zeigt nur, wie viele Gäste hier sind.“

Und diese werden auch den restlichen Samstag und den Sonntag nicht darben müssen. Wer Appetit verspürt, geht einfach „immer der Nase lang“ und kann den anregenden Geruchszonen folgen. Verschiedene kleinere Buden offerieren Pommes Frites, vegetarische China-Nudeln oder frisch gebackene Waffeln, in der großen Bude bieten Vereinsmitglieder feine Lachs-Schnittchen feil, servieren Koteletts vom Grill, deftige Hamburger, belegte Brötchen, diverse Salate und eben auch jenen „Restposten“ der knapp werdenden Grillwürstchen.

Für Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen ist ebenfalls gesorgt, und ein Eiswagen steht bereit. Rund 20 Mitglieder des Reitervereins Büsbach sind drei Tage lang im Dauereinsatz, und das sei auch gut so, meint Reul, während sie neuen Waffelteig anrührt: „Unsere Turniere sollen sowohl sportliche, als auch gesellschaftliche Ereignisse sein. Es ist schön, auch Besucher hier zu haben, die den Reitsport als Rahmen nutzen. Manche kommen in erster Linie um zu Essen und zu Trinken und vor allem um sich zu treffen und die Gesellschaft zu genießen. Von diesen Gästen gehen dann viele als neue Freunde des Reitsports.“

Tatsächlich kann man sich an dem Wochenende auf Gut Hassenberg der Schönheit dieses Sports kaum entziehen: Anmut, Grazie, Eleganz und Kraft der Einheit von Pferd und Reiter sind allgegenwärtig. Auf dem äußeren Dressurplatz reiten sich ständig Turnierteilnehmer ein, bevor es zu den Dressurprüfungen in die Halle geht.

Auf dem großen Springplatz hat Christoph Johnen anspruchsvolle Hindernisstrecken für die Paare in den jeweiligen Klassen gestaltet. In der Gesamtzahl erreichen alle Wettbewerbe fast 1100 Nennungen. „Ich bin wirklich stolz darauf, so ein Turnier in Stolberg erleben zu dürfen“, lobt auch Adolf Konrads, der mehr als zwei Jahrzehnte das Amt des Fachwarts Reiten im Stadtsportverband bekleidete.

„Die Anlage ist wunderbar hergerichtet, der Platz in einem Topzustand, und die Nennungszahlen hervorragend.“ Dennoch sehe er die Reitsportsituation in der Kupferstadt mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es sei sehr bedauerlich, dass die Reitergemeinschaft Stolberger Pferdefreunde in diesem Jahr kein Sommerturnier ausrichtet. „Es ist mein inniger Wunsch für Stolberg, dass es im nächsten Jahr wieder zwei Sommerturniere gibt – eins in Büsbach und eins auf dem Donnerberg“, so Konrads, dessen Blick schon wieder gen Springplatz schweift, wo gleich der nächste Wettbewerb beginnt.

„Wir sehen hier toll besetzte Prüfungen und spannende Wettkämpfe“, schwärmt er. Dem Büsbacher Reiterverein und seinem Vorstand gebühre für die Ausrichtung des Turniers ein großes Lob, sagt Konrads, denn „das ist viel Arbeit.“ Und die hat sich für den Verein, die Aktiven und die Gäste gelohnt: Hunderte Besucher bevölkern das idyllisch gelegene Reitsportzentrum, und das in den Sommer verlagerte ehemalige Büsbacher Pfingstturnier ist ein rundum gelungenes sportliches wie gesellschaftliches Großereignis in der Kupferstadt.

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