Stolberg-Büsbach - Anonyme Beschwerde von „Eltern der Grundschule Bischofstraße”

Anonyme Beschwerde von „Eltern der Grundschule Bischofstraße”

Von: Tom Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Büsbach. Der alte Vorsitzende des Fördervereins der Offenen Ganztagsschule Bischofstraße kam mit der Schulleitung nicht mehr klar, der neue sieht sich der Aufgabe durchaus gewachsen, für ein gutes Miteinander zu sorgen. Doch kommentarlos will man die Büsbacher nicht in neues Fahrwasser lassen.

Noch bevor in dieser Woche die erste Sitzung des neuen Vorstands über die Bühne ging, haben „Eltern der Katholischen Grundschule Bischofstraße” ihren anonymen Brief an Schulrat Christoph Esser öffentlich gemacht.

Der Brief datiert vom 23. November und lasse bisher jegliche Reaktion vermissen, heißt es vonseiten der Eltern. Die hatten gefordert, dass der Schulrat „die Schulleitung in ihre Schranken weisen” solle. „Für uns ist es unerklärlich, dass sich eine Schulleitung mehr darum kümmert, einen ehrenamtlichen Mitarbeiter abzusetzen, als sich um das Wohl unserer Kinder zu kümmern”, heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Leider müsse man „auf die Anonymität zurückgreifen”, da die Kinder Leidtragende vorheriger Beschwerden gewesen seien. Konkretes steht auch in dem Brief: „Wir müssen immer wieder feststellen, dass Kinder während des Unterrichts alleine auf dem Schulhof umherlaufen, manchmal eine ganze Klasse, oder es werden Kinder alleine in einer abgeschlossenen Klasse zurückgelassen. Auf Nachfrage hieß es, dass die Kinder durch den Notausgang hinaus könnten.”

Ganz deutlich geht aus den Zeilen aber vor allem hervor, dass der oder die Schreiber im Fördervereinsstreit auf der Seite des alten Vorsitzenden standen: „Wie kann man einen solchen Mann in der Öffentlichkeit so attackieren, wo er nachweislich viele Jahre sehr gute Arbeit geleistet hat. Den Nachweis für seine plötzlich auftretende Inkompetenz ist uns die Schulleitung bis heute schuldig geblieben.Inzwischen ist besagter Vorsitzender nicht mehr im Amt, und der Schulrat sieht auch keinerlei Grund, die Schulleitung „in Schranken zu weisen”. Christoph Esser gegenüber unserer Zeitung: „Ich bin eng mit der Schulleitung und dem Kooperationspartner Stadt in Kontakt.”

Das gelte für den Zeitpunkt, als ihn der Brief erreicht habe, ebenso wie heute. Den Streit habe er immer als vereinsinterne Angelegenheit gesehen. Dazu gebe es für ihn nur festzustellen, dass die Schulleiterin Irmgard Remmert auch Leiterin der Offenen Ganztagsschule sei und bleibe, obwohl der Förderverein als Träger eine Koordinatorin eingesetzt habe. Diese Koordinatorin sei nur zum Teil unabhängig, zum anderen unterstehe sie der Richtlinienkompetenz der Schule.

Zu dem, was die Verfasser des anonymen Briefs zur Rolle der Schulleiterin schreiben, sagt Irmgard Remmert selbst: „Ich erkenne mich darin nicht wieder.” Und sie macht ganz deutlich, dass sie nicht bereit sei, sich weiterhin mit den Streitpunkten des Vorjahres auseinanderzusetzen. Man habe in den vergangenen Wochen gute Grundlagen geschaffen, wolle nun nach vorne blicken und viele Dinge in ein anderes Fahrwasser lenken.

Stabile Anmeldezahlen zeigten, dass die Schule nach wie vor einen guten Ruf genieße; auch für die Ganztagsschule rechne man mit stabilen Zahlen. Remmert: „Es braucht keiner Sorge zu haben, dass irgendetwas reduziert wird - im Gegenteil: Wir werden die Qualität in einigen Bereichen noch ganz stark verbessern.”

Dazu trage unter anderem die Tatsache bei, dass die neuen Vorstandsmitglieder des Fördervereins viel Know-how mitgebracht hätten. Auch weil es sich fast ausnahmlos um Personen aus der Schule, der Lehrer-, Großeltern- und Elternschaft handele.
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