Ankunft in Silvesternacht: 200 Fahrgäste geben Rätsel auf

Von: -jül-
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In der Nacht zum Neujahrstag sollen 200 Menschen mit einem Zug der Deutschen Bahn gegen 3 Uhr am Stolberger Hauptbahnhof eingetroffen sein.

Stolberg. Nach den Erkenntnissen des Aachener Polizeipräsidiums sind in der Nacht zum Neujahrstag 200 Menschen mit einem Zug der Deutschen Bahn gegen 3 Uhr am Stolberger Hauptbahnhof eingetroffen. Diese Meldung der Polizei gibt nicht nur den Stolbergern Rätsel auf.

Auch die Beamten im Aachener Präsidium wissen nicht viel mehr zu berichten und verweisen auf laufende Ermittlungen.

Bei den Menschen soll es sich überwiegend um Menschen mit einem Migrationshintergrund gehandelt haben. Und an diesem Punkt endet der Informationsstand aller befragten Behörden.

Weder über den weiteren Weg der 200 Reisenden noch über deren Herkunft und Ziel liegen Erkenntnisse vor oder werden, falls doch, nicht berichtet. Völlig offen ist, ob die Fahrgäste zuvor in Köln oder anderswo waren, ob sie in Stolberg umsteigen und weiterreisen wollten oder ob sie in der Kupferstadt einen Wohnsitz haben.

Aber: „Es gibt bislang überhaupt keinen Beleg für einen Zusammenhang mit den Geschehnissen in Köln“, betont der Aachener Polizeisprecher Paul Kemen. In Köln, so heißt es im dortigen Präsidium, hat eine Sonderkommission von Polizei und Staatsanwaltschaft die Arbeit aufgenommen; Ergebnisse sind noch nicht spruchreif.

Die Kupferstadt Stolberg erfuhr erst am Morgen nach der Sitzung des Stadtrates aus unserer Zeitung von der Nachricht, die Polizeipräsident Dirk Weinspach auf der Pressekonferenz am Vortag verkündet hatte. „Wir haben uns sofort mit der Polizei in Verbindung gesetzt und nach Erkenntnissen geforscht“, sagt Robert Voigtsberger auf Anfrage unserer Zeitung.

„Laut Polizei gibt es bislang keine weiteren Erkenntnisse“, berichtet der Erste Beigeordnete über die Antworten aus dem Aachener Präsdium. Dort sei der Kupferstadt weiterhin mitgeteilt worden, dass „gegen keine Person aus Stolberg ermittelt“ werde. Somit gebe es bislang auch keinerlei Erkenntnisse über straf- oder ordnungsrechtliche Ansätze. Die Stolberger Verwaltung stehe weiterhin im engen Kontakt mit der Polizei, die sie sofort informieren würde, falls neue Erkenntnisse vorliegen sollten.

Robert Voigtsberger stellt bei dieser Gelegenheit auch noch einmal klar, dass sich in diesem Land alle Menschen frei bewegen dürfen. Das gelte ebenso für Flüchtlinge und andere Menschen mit einem Migrationshintergrund wie auch für Alteingesessene.

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