Angehörige von Demenzkranken: Schweren Weg gemeinsam gehen

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Haus Lucia nimmt die Demenzkranken auf, während ihre Angehörigen die Info-Veranstaltung besuchen. Foto: Bethlehem Gesundheitszentrum

Stolberg. Das Bethlehem Gesundheitszentrum lädt pflegende Angehörige für Mittwoch, 13. März, zu einem Treffen zum Thema „Umgang mit Demenz“ ein. Die Veranstaltung im kleinen Kreis soll Hemmungen und Ängste abbauen. Es besteht die Möglichkeit, seinen demenzkranken Angehörigen für die Dauer der Veranstaltung in „Haus Lucia“ betreuen zu lassen..

Demenz ist eine Erkrankung, die die Angehörigen extrem fordert. Insbesondere zu Beginn, wenn die Diagnose erst jüngst gestellt wurde, fällt es vielen Angehörigen schwer, mit dem Befund umzugehen. Oft wird die Diagnose im Freundeskreis verheimlicht, aber das ist der falsche Weg, denn dem Kranken kann man dauerhaft helfen, wenn man bereit ist, selbst Hilfe anzunehmen, denn sonst reicht die Kraft irgendwann nicht mehr.

Unterstützung bietet den Familien und Partnern demenziell Erkrankter das Bethlehem Gesundheitszentrum: Für Mittwoch, 13. März, lädt das Krankenhaus in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung im kleinen Kreis ein. Das Besondere bei diesem Angebot ist, dass die Demenzkranken für die Dauer der Veranstaltung im benachbarten „Haus Lucia“ untergebracht und betreut werden. Die Mitarbeiter der Einrichtung für Kurzzeit- und Tagespflege sind im Umgang mit demenziell veränderten Menschen geschult.

„Es ist uns extrem wichtig, dass die Angehörigen in aller Ruhe über ihre Sorgen und Ängste sprechen können. Das geht natürlich nur, wenn sie die Gewissheit haben, dass ihr Familienmitglied in dieser Zeit gut aufgehoben ist“, erklärt Christa Marx von der Pflegedienstleitung des Gesundheitszentrums, warum die kostenlose Betreuung ein unverzichtbarer Baustein des Konzeptes ist.

„Das Treffen am 13. März ist eine offene Runde mit maximal 25 Personen. Man kann alle Fragen stellen, die einen belasten, und außerdem hilft es, Menschen zu treffen, die in einer ähnlichen Situation sind“, sagt sie. „Weiterhin möchten wir unser Demenzkonzept, das wir hier im Haus anwenden, vorstellen.“

Der geschützte Begriff „Den Weg gemeinsam gehen“ bringt es auf den Punkt: „Allein ist es kaum zu schultern, einen Demenzkranken zu betreuen“, appelliert Christa Marx, offen mit der Erkrankung umzugehen. „Die Probleme, die auf die pflegenden Angehörigen einstürzen, sind vielschichtig, darum werden beim Treffen Experten aus unterschiedlichen Bereichen dabei sein.“

Das Treffen findet im Raum „Vergissmeinnicht“ des Krankenhauses in Stolberg statt. Auch wenn der Rahmen locker gespannt ist, wird aus organisatorischen Gründen zwingend um rechtzeitige Anmeldung gebeten.

„Sollte die Resonanz zu groß sein, werden wir unbürokratisch einen zweiten Termin ansetzen“, verspricht Christa Marx den Interessenten.

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