Stolberg/Nordeifel - Angebot wird 2010 ausgebaut

Angebot wird 2010 ausgebaut

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Stolberg/Nordeifel. Gibt es in Gebärdensprache Dialekte? Wie können blinde Menschen unterschiedliche Baumarten bestimmen? Welche maximale Steigung schaffen Rollstuhl nutzende Menschen ohne fremde Hilfe?

Um diese Fragen zu beantworten, nahmen rund 20 ehrenamtliche Waldführer und weitere Partner des Nationalparks Eifel jetzt an einer speziellen Barrierefrei-Schulung teil.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Als Referenten und Übungsleiter konnte das Nationalparkforstamt Mitarbeiter und einen ehemaligen Schüler der Louis-Braille-Schule Düren, der Anna-Freud-Schule Köln und des Gehörlosenheims Euskirchen gewinnen.

Nach einer theoretischen Einführung zu verschiedenen Formen von Behinderungen, Barrieren und Bewältigungsstrategien standen praktische Selbsterfahrungen auf dem Programm. An mehreren Stationen galt es, Erfahrungen im Rollstuhl zu sammeln oder die Natur unter der Augenbinde ohne den visuellen Sinn zu erleben. Ganz nebenbei konnten die Waldführer so ihre eigenen Führungen für Teilnehmer mit Behinderungen optimieren. Recht schnell zeigten müde Arme oder kaum kontrollierbare Rollstühle, dass barrierefreie Waldwege nur auf kurzer Entfernung bis zu sechs Prozent Steigung und möglichst kein Quergefälle haben sollten.

Die Struktur der Rinde dagegen zeigte sich als gutes Indiz zum Erkennen von Baumarten, egal ob für blinde oder sehende Naturfreunde. Auch mobile Sprachverstärker und weitere Angebote mit Übersetzung in Gebärdensprache, die übrigens ebenso wie die Lautsprache über Dialekte verfügt, sollen ab 2010 angeboten werden.

Die Gruppen-Führungen können über die Nationalparkverwaltung gebucht werden. Angeboten werden sie in verschiedenen Sprachen und Schwierigkeitsgraden sowie zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Kontakt: 02444-9510-71, Fax -85, Email info@nationalpark-eifel.de.
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