An „Stolberg West” sollen sich jetzt auch die Bürger beteiligen

Von: Robert Flader
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Wie wird der Verkehr in der Cockerillstraße in 15 Jahren aussehen, wie durch eine eventuelle Umgehungsstraße? Was bedeutet „Stolberg West”? Diese Fragen sollen die Bürgerveranstaltungen in Münsterbusch und Breinig klären. Foto: R. Flader

Stolberg. Im Zuge des Verkehrskonzeptes „Stolberg West” will die Verwaltung in einem nächsten Schritt nun die Bürger über das Vorhaben informieren, beziehungsweise den aktuellen Stand der Dinge veranschaulichen und auch Anwohnervorschläge mit in das Konzept einbeziehen.

Die im Oktober dem Ausschuss für Verkehr, Stadtentwicklung und Umwelt (ASVU) vorgelegte Studie über den Verkehr in den Stadtgebieten Atsch, Münsterbusch, Liester, Büsbach, Breinig, Breinigerberg, Dorff und Venwegen kristallisierten sich drei Varianten für mögliche Ortsumgehungsstraßen heraus.

Diese sollen nun ortsnah in den jeweiligen Stadtteilen diskutiert werden: Sowohl die Atsch als auch Breinig (zwei Optionen) sollen mit Umgehungsstraßen entlastet werden.

Gerade im Bereich der Cockerillstraße/Buschmühle sowie der Sebastianusstraße in Atsch sei in den nächsten 15 Jahren mit erheblichen Verkehrszuwächsen und damit -problemen zu rechnen, geht aus dem Bericht eines Aachener Ingenieurbüros heraus. So sei allein die L 221 im Jahre 2025 mit bis zu 10.000 Fahrzeugen täglich belastet.

Die anvisierte Ortsumgehung Atsch könnte ersten Berechnungen zufolge Belastungen zwischen 7500 und 15.600 Kraftfahrzeugen täglich aufnehmen.

Vorgestellt werden soll bei der Bürgerversammlung nun, wie die Umgehungsstraße genau verlaufen könnte, die Anwohner aber können, ja sollen, so der ausdrückliche Wunsch der Verwaltung, ihre Anregungen in die Planungen mit einfließen lassen.

In Breinig sieht der Fall etwas anders aus, der aber für das Verkehrskonzept „West” eine ebenso bedeutsame Rolle spielt: Eine nördliche Umgehungsstraße (Nordtangente) könnte, zwischen 5000 und 9200 Fahrzeuge täglich „aufnehmen”, womit die Ortsdurchfahrt Breinig noch mit 2700 bis 3700 Pkw/Lkw belastet werde.

Zwei Optionen für Breinig

Als zweite Option haben die Planer eine Umgehungsstraße in östlicher Richtung (Osttangente) zur Diskussion gestellt. Als zusätzliche Entlastung würde sie allerdings - den Planungen zufolge - lediglich 2100 bis 4300 Kraftfahrzeuge pro Jahr aufnehmen, für den Ortskern würde es kaum Entlastung geben.

Die Vorstellung der Studien für die Stadtteile Breinig, Breinigerberg, Dorff und Venwegen erfolgt am Mittwoch, 15. Dezember, ab 19 Uhr in der Grundschule Breinig.

Für die Stadtteile Atsch, Münsterbusch, Liester und Büsbach findet die Bürgerinformation am Dienstag, 21. Dezember, ab 19 Uhr im Jugendheim Münsterbusch statt.
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