Amerikanische Bestattungen vielleicht auch bald in Venwegen

Von: kol
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Stolberg. Der Friedhof in Venwegen ist geprägt von Gräbern, die in die Erde eingefasst und mit Grabsteinen und Blumen geschmückt sind. Einfache Erdgräber amerikanischer Art gibt es hier noch nicht. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die sogenannten amerikanischen Bestattungen im Rasenreihengrab werden immer beliebter.

Die Vorteile dieses einfachen Erdgrabs, über dem lediglich Rasen wächst und das nur mit einer kleinen Grabplatte markiert ist, liegen für viele Angehörige auf der Hand: Ihre Pflege ist wesentlich einfacher als die typischer, eingefasster Reihengräber. Beim amerikanischen Grab wird der Rasen darüber in der Regel von der Friedhofsverwaltung gemäht, mehr Pflege ist nicht erforderlich.

In Stolberg gibt es bereits Friedhöfe, auf denen amerikanische Bestattungen möglich sind. „In Buschmühle haben wir vor zirka fünf Jahren damit angefangen”, blickt Georg Paulus zurück. Auch in Schevenhütte und am Friedhof Bergstraße seien Erdgräber amerikanischer Art möglich, erklärte der Leiter des Technischen Betriebsamts (TBA) auf Anfrage.

„Prinzipiell nichts dagegen”

Keine Flächen dafür stünden dagegen in Dorff, Büsbach und Münsterbusch zur Verfügung. Sollte in Venwegen allerdings der Bedarf gegeben sein, spräche am dortigen Friedhof aus Sicht des TBA-Leiters grundsätzlich nichts gegen amerikanische Bestattungen: „Im Prinzip haben wir nichts dagegen”, sagte Paulus. „Es kommt aber darauf an, wie die Platzverhältnisse dort sind.”

Genau das soll die Verwaltung auf Antrag der SPD Stolberg-Süd jetzt prüfen. „In letzter Zeit sind vermehrt Bürger an uns herangetreten mit der Frage, ob die Form der "amerikanischen Bestattung" auf dem Friedhof in Venwegen möglich sei”, erklärt Ratsfrau Andrea Liepertz von der SPD-Ortsteilgruppe Breinig. Sollte die Prüfung durch die Verwaltung eine entsprechende Möglichkeit ergeben, so beantragt die SPD die Einrichtung eines Bereiches auf dem Friedhof Venwegen für diese Bestattungsform.
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