Stolberg-Mausbach - Am vierten Advent wird noch einmal musiziert

Am vierten Advent wird noch einmal musiziert

Von: Marie-Luise Otten
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Handglockenchor „Bells of Glory“ und Männergesangverein Mausbach singen gemeinsam mit den Zuhörern das dreistrophige Weihnachtslied „Nun freut euch, ihr Christen“ in der Übersetzung von Joseph Mohr.

Stolberg-Mausbach. Ein rundum gelungenes Weihnachtskonzert gestaltete der Männergesangverein Mausbach am letzten Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Markus. Mit dabei waren der Handglockenchor „Bells of Glory“ und Theo Palm an Orgel und Klavier. Das Programm war wohl durchdacht, und die freudigen Darbietungen wurden feinsinnig dargeboten.

In Vorfreude auf das Weihnachtsfest begann Theo Palm mit einem französischen Weihnachtsstück von Michel Corrette, den man selten auf hiesigen Konzertprogrammen findet. Leistungsstark wie man es von ihm gewohnt ist, spielte er auch Josef Rheinbergers weihnachtliches Hirtenlied „Andante pastorale“.

Die Männer unter Leitung von Markus Platzbecker ließen zum Einstieg Beethovens Vertonung des Gellert-Gedichts „Die Ehre Gottes in der Natur in der Natur“ erklingen. Dank der feierlichen Unterstützung auf der Orgel erschuf der Chor ein imposantes Klangbild. Dies setzte sich im a cappella vorgetragenen Hymnus von Friedrich Silcher fort. In dem bekannten „Hohe Nacht der klaren Sterne“ von Hans Baumann aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnerte sich manch 80-Jähriger in den Kirchenbänken an seine Kinderzeit. Das antichristliche Lied, das 1936 vom damaligen Referenten der Reichsjugendführung veröffentlicht wurde, sollte Lieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ verdrängen.

Etwas ganz Besonderes waren die zarten Klänge der Handglockenspielerinnen unter Leitung von Monika Pfennigs. Neben dem mitreißenden „Angel’s Carol“ von John Rutter waren es der Kanon „Dona Nobis Pacem“ und das „Adagio“ aus dem Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 von Wolfgang Amadeus Mozart, das die Zuhörer aufhorchen ließ.

Im nächsten Block brachten die Herren drei Weihnachtslieder engagiert, lebendig und gut artikulierend zu Gehör. Wenn auch das kirchliche Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ aus dem 16. Jahrhundert etwas sehr langsam gesungen wurde, so gehörte das tschechische Trommellied „Ram, ram, pam pam pam“ im Satz von Wolfgang Lüderitz zu den Leckerbissen des Nachmittags.

Aus dem Oboenkonzert d-moll von Alessandro Marcello spielten Monika Pfennigs (Querflöte) und Theo Palm (Orgel) den zweiten Satz. Für das innige „Adagio“ erhielten die beiden zu Recht viel Beifall.

Fein und zart ging es mit den Bells of Glory weiter, die sich jetzt weihnachtlicher präsentierten. Ihr musikalischer Vortrag war ein guter Kontrast zu dem Männerchor, die im folgenden vier bezaubernde Weihnachtslieder intonierten, darunter „Die Könige“ von Peter Cornelius in Klavierbegleitung von Theo Palm. Das Solo hatte Franz Crefeld aus dem MGV Mausbach übernommen, der es kultiviert erklingen ließ.

Bevor das gemeinsame Lied „Nun freut euch, ihr Christen“ auf die weltbekannte Melodie „Adeste, fideles“ von allen Beteiligten einschließlich Zuhörern gesungen wurde und den freudigen 4. Advent beendete, trug Dr. Rolf Schnitzler auf Kölner Platt die Geschichte wie das Christkind zu seinem Namen gekommen ist, vor und hatte die Lacher auf seiner Seite. Das Geheimnis der Weihnacht erschloss sich in dem dreistrophigen Weihnachtslied, das Joseph Mohr übersetzt hatte. Das Wunder der Liebe Gottes ist die Liebe zum Bruder und zur Schwester, die dem anderen das Leben gönnt und sein Glück und Gedeihen sucht.

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