Am langen Hein: Seit 2013 warten die Anwohner auf Lösungen

Von: -jül-
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Eine beliebte Abkürzung, um die Münsterbuscher Kreuzung von Cockerill- und Mauerstraße zu vermeiden: Am langen Hein klagen Anwohner über Durchgangsverkehr. Foto: J. Lange

Stolberg. Es gibt Dinge, die dauern in der Verwaltung offensichtlich etwas länger, was nicht unbedingt damit zu tun haben muss, dass die Bürger „Am langen Hein“ wohnen. Die hatten sich immerhin schon im September 2013 mit dem Anliegen ihrer überlasteten Straße an Politik und Verwaltung gewandt.

Ein Hinweisschild darauf, dass auch in den gekennzeichneten Flächen geparkt werde, sowie vor allem die Ausweisung des „langen Heins“ zwischen Cockerill- und Meigenstraße als Einbahnstrecke, damit er nicht immer wieder von Pkw und Lkw als Abkürzung für die Münsterbuscher Kreuzung der Landesstraße 221 und Kreisstraße 13 genutzt werde.

Immerhin wurde das von Bernd Stickeler koordinierte Begehren der Anlieger am 4. Dezember 2013 im Beschwerdeausschuss – dort hatten die Linken zudem das Signalisieren eines Durchfahrverbots für Lkw vorgeschlagen – behandelt und einstimmig an den Fachausschuss verwiesen. Dann wird‘s erst einmal still um den „langen Hein“. Erst Ende Oktober bis Anfang Dezember des Folgejahres rückt die Verwaltung aus, um auf der 30-km/h-Strecke ein Zählgerät zu montieren, das die Verkehrsströme erfasst. Das Ergebnis der mittlerweile vorliegenden Auswertung besagt, dass in Richtung Meigen­straße an acht Tagen insgesamt 12.383 Fahrzeuge gemessen wurden, von denen 2,3 Prozent so schnell unterwegs waren, dass sie ein Verwarngeld verdient gehabt hätten. In Richtung Cockerillstraße wurden an 15 Tagen insgesamt 5929 Fahrzeuge gezählt, bei einem Verwarn-Anteil von 10,9 Prozent.

„Diese Überschreitungen befinden sich durchaus in einem tolerablen Bereich, so dass hinsichtlich der subjektiv wahrgenommenen Geschwindigkeitsüberschreitungen zunächst nichts veranlasst werden kann“, formuliert der Bürgermeister in seiner Vorlage für die morgige Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (18 Uhr Rathaus) und verweist auf das kommende Jahr. „Da aber der Ausbau der Straße für 2016 vorgesehen ist, sollten die vorgeschlagenen Änderungen bei der Ausbauplanung berücksichtigt werden“, kündigt Tim Grüttemeier an. Widersprüchliches hat am Dienstag die CDU-Fraktion für diese Sitzung angekündigt: Die Straße „Am Langen Hein“ soll zwar „umgehend nur noch für Anlieger befahrbar“ sein, aber gleichzeitig soll die Strecke „weiterhin als Erschließungsstraße für die anliegenden Straßen in beide Fahrtrichtungen“ zur Verfügung stehen.

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