Am Hauptbahnhof beginnen Arbeiten nach Parkhaus-Fertigstellung

Von: Jürgen Lange
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Der Landesbetrieb Straßenbau lässt von der Stadt den Abschnitt der L236 (oben) planen; er selbst übernimmt dann die Bauausführung. Nach Fertigstellung des Parkhauses und der Überführung wird die Rhenaniastraße zwischen Hauptbahnhof und Probsteistraße neu gebaut. Foto: J. Lange
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Der Landesbetrieb Straßenbau lässt von der Stadt den Abschnitt der L236 (oben) planen; er selbst übernimmt dann die Bauausführung. Nach Fertigstellung des Parkhauses und der Überführung wird die Rhenaniastraße zwischen Hauptbahnhof und Probsteistraße neu Foto: J. Lange

Stolberg. Der winterliche Frost sorgt ein wenig für Verzug bei den Arbeiten an den Betonfundamenten des neuen Parkhauses am Hauptbahnhof. „Juni statt Mai kann es werden mit der Inbetriebnahme“, schätzt Tobias Röhm aktuell den Zeitplan ein.

Aber abgesehen von der Frostperiode laufen die Arbeiten für das Parkhaus wie am Schnürchen, sagt der Technische Beigeordnete. Und gleichzeitig laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für Neubau und Sanierung der Rhenaniastraße auf Hochtouren.

Die Strecke zwischen Atsch-Dreieck und Hauptbahnhof muss man in drei Abschnitten betrachten. Die ersten 400 Meter ab Dreieck sind Bestandteil der Landesstraße 236 (von der Sebastianus­straße kommend), die über den Abzweig der Münsterbachstraße bis zum Kreisverkehr Eschweilerstraße (L 238) führt.

Dieser Passus weist erhebliche Absackungen und Beschädigungen auf und ist dringend sanierungsbedürftig. Mittlerweile hat der zuständige Landesbetrieb Straßenbau Mittel für den Ausbau der Fahrbahn locker machen können. Er soll ab der zweiten Hälfte dieses Jahres in einem Aufwasch mit dem dritten Abschnitt der Rhenania­straße angepackt werden.

Dazu sollen die ersten fünf Leistungsphasen bis einschließlich Ausführungsplanung – zwar auf Rechnung des Landesbetriebes – aber durch das von der Stadt für die übrigen Abschnitte beauftragte Ingenieurbüro erstellt werden. Eine entsprechende Honoraranpassung berät heute der Bau- und Vergabeausschuss. Vorbereitung und Vergabe sowie Bauausführung übernimmt dann der Landesbetrieb – auch für die Nebenanlagen an diesem Abschnitt wiederum auf Kosten der Stadt.

Sie fallen in die Straßenbaulast Stolbergs: Gehwege, Radwege, Parkplätze und Beete sollen im gleichen Stil hergerichtet werden, wie sie bereits im zweiten Bauabschnitt zu finden sind. Die Kosten dafür werden auf 494.400 Euro geschätzt.

Dieser zweite Abschnitt von der Münsterbachstraße bis vor die Einmündung der Propsteistraße ist bereits im vergangenen Jahr saniert worden. Mit 314.500 Euro hat der Bund 60 Prozent der Kosten von rund 988 500 Euro übernommen.

Der dritte Abschnitt von der Probsteistraße bis zur Bahnhofskante soll gleich nach der Fertigstellung des neuen Parkhauses und der Personenüberführung im Oktober in Angriff genommen werden. Dazu wird ein 90-prozentiger Zuschuss aus Mitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs erwartet. Die Maßnahme ist mit 1,056 Millionen Euro bei einem Zuschuss von 950.000 Euro kalkuliert.

Im Rahmen der Neuprofilierung der Fahrbahn in diesem Abschnitt ist eine Erneuerung des Kanals erforderlich, da er nicht mehr eine ausreichende Überdeckung aufweisen würde. Die Kosten dafür werden durch den Abwassergebührenhaushalt finanziert. Darüber hinaus wird eine neue Löschwasserleitung verlegt, die durch den Bau des Parkhauses notwendig wird und aus Sicht der Feuerwehr eine wesentliche Verbesserung zur Brandbekämpfung im gesamten Bahnhofsbereich darstellt.

Außerdem ist mit einem förmlichen Verfahren beim Eisenbahnbundesamt eine Neuregelung der Zufahrten des kleinen P+R-Platzes gegenüber dem Bahnübergang Probsteistraße angestrebt.

Von dieser Einmündung an ist eine Straßenbreite von 6.50 Meter als Tempo-30-Strecke ohne gesonderte Führung des Radverkehrs vorgesehen. An der Nordseite entsteht ein bis zu 2 Meter breiter Gehweg, auf der Südseite beginnt er aufgrund der Gegebenheiten an den Mehrfamilienhäusern. Dort sind drei Längs- und 19 Senkrecht-Parkplätze, an der Nordseite weitere acht Längs-Parkstände eingeplant.

Im Bereich des entstehenden Parkhauses mit insgesamt 377 Stellplätzen sind drei mit Ladestationen für E-Mobile vorgesehen sowie 16 Fahrradboxen zur dauerhaften Vermietung. Zudem sind weitere überdachte und nicht überdachte Fahrrad-Abstellplätze eingeplant.

Im Bereich des Zugangs zu den Gleisen sollen vier Kiss-&-Ride- Längsparkplätze entstehen. Bis zu sechs Taxis – in Abstimmung mit den ortsansässigen Unternehmen – werden in der tropfenförmig ausgebildeten Mitte des Kreisplatzes vorgesehen. Dort ist zudem Platz für einen von einer Ringbank umgebenen Baum. Die beiden Bushaltestellen bleiben an ihren derzeitigen Orten. Der gesamte Bahnhofsvorplatz wird barrierefrei ausgebaut.

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