Am Ende steht noch ein Remis

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Das 1. Herren-Team des SV Stolberg sicherte sich im Landesliga-Spiel gegen Burtscheid zumindest ein 24:24-Unentschieden in der eigenen Halle. Am Ende fehlte etwas die Frische.

Stolberg. Das 2. Handball-Herrenteam des SV Stolberg siegte im Duell der 1. Kreisklasse gegen die Zweitvertretung des GFC Düren knapp aber verdient mit 36:34 Toren. Zur Halbzeit hatte es noch 22:22 gestanden. Die Tabellensituation in der ersten Kreisklasse der Herren ist ziemlich brisant.

Bedingt durch die Einführung der einteiligen Landesliga auf Ebene des Handballverbandes Mittelrhein und dem dadurch bedingten Abstieg von bis zu drei Aachener Vertretern in die Kreisliga können auch in der ersten Kreisklasse bis zu vier Mannschaften absteigen. Zwei Mannschaften stehen bereits so gut wie sicher als Absteiger fest. Den Rest der Klasse, bis auf die beiden Klassenhöchsten, trennen gerade einmal drei Punkte von einander. Insofern ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel.

Dies konnte man von Beginn an der Partie auf beiden Seiten anmerken. Nicht zuletzt auch der 2. Herrenmannschaft des SV Stolberg. Keine der beiden Teams, die von Anfang an mit offenem Visier kämpften, gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Insofern passte der Pausenstand - schiedlich friedlich mit einem 22:22 ging es in die Kabine.

Schlussendlich hatte die Stolberger Zweitvertretung „hinten raus“ etwas mehr Luft, und auch der Stolberger Torhüter kam immer besser ins Spiel. Letztlich war es die Kombination aus hoher Kampfbereitschaft, einigen sehenswerten Torwartparaden und zwei kompromisslosen Außentoren die das Zünglein an der Waage in Richtung Stolberg ausschlagen ließen.

Die Stolberger Zweitvertretung belegt nach diesem Spieltag mit drei Punkten Rückstand auf den dritten Tabellenplatz den Tabellenplatz 7. Allerdings sind es bis zur abstiegsgefährdeten Zone nur ein Punkt. Es bleibt spannend!

In der Handball-Landesliga trennte sich die 1. Herrenmannschaft des Stolberger SV von BTB Aachen II mit einem 24:24-Unentschieden. Zur Pause hatte es 12:9 für Stolberg gestanden. Am Ende freuten sich die Stolberger noch über den glücklichen Punktgewinn im Derby.

Der SSV ging mit drei durch die Folgen einer Grippe angeschlagenen Spielern in die Partie, während der Burtscheider TB mit voller Bank und mit Schlumberger und Götting auflief. In der ersten Halbzeit dominierten die Abwehrreihen und die Torleute, so dass es in der 10. Minute 3:1 für die Gastgeber stand. Beim 11:8 hatte der SSV die Chance auf vier Tore zu erhöhen, scheiterte aber abermals am starken Keeper.

Bis zum Pausenstand von 12:9 konnten die Gastgeber vor allem in der Deckung überzeugen, doch im Angriff lief man oft erfolglos gegen die sehr robuste und gut organisierte Defensive an. „Es hat uns an Tempo und Genauigkeit gefehlt. Unsere Würfe konnten wir so nicht gut genug vorbereiten. Der BTB hat viel gewechselt und hat das insgesamt sehr gut gemacht, während bei uns eindeutig die Frische gefehlt hat“, schildert Trainer Bernd Schellenbach.

Zu Beginn der 2. Halbzeit drehte der BTB innerhalb von fünf Minuten das Spiel zum 13:12, weil der Gast nun auch die Fehlversuche des SSV mit Toren aus 1. und 2. Welle bestrafen konnte. Der Kräfteverschleiß durch die intensive Partie traf nun den Gastgeber, bei dem sich der krankheitsbedingt beeinträchtigte Rückraum nun aufrieb.

So konnte sich der BTB verdient eine 19:15 - Führung erarbeiten, die mit Sicherheit noch höher hätte ausfallen können, wenn man nicht für 90 Sekunden nur mit drei Feldspielern hätte agieren müssen. „Da hatten wir das erste Mal richtig Glück und kamen auf 19:18 wieder ran. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir eigentlich schon verloren, denn der BTB hat richtig gut gespielt“, lobt Schellenbach den Gegner.

Der BTB ließ sich nicht verunsichern, spielte selbstbewusst weiter und konnte in der 55. Minute wieder auf 23:19 davon ziehen, weil es dem SSV vor allem im Angriff an Durchschlagskraft fehlte. Der abgekämpfte Gastgeber griff nun zur letzten Maßnahme und nahm drei Akteure des BTB in Manndeckung. „Jetzt tat uns der BTB den Gefallen und hat seine vier folgenden freien Chancen von Außen und einen Sieben-Meter nicht genutzt.

Yannik Töws hat dann alles gehalten und uns ins Spiel gebracht, so dass wir fünf schnelle Tore zur 24:23- Führung erzielen konnten“, beschreibt Schellenbach die hektische Schlussphase. „In der 2. Halbzeit war uns der BTB körperlich, im 1:1 und aus dem Rückraum überlegen. Nach dem Spielverlauf durften wir niemals etwas mitnehmen. Aber meine Jungs geben einfach nie auf, riskieren was und haben unfassbar viel Leidenschaft, vor allem wenn es mal nicht so läuft“, so der Stolberger Trainer.

Jetzt heißt es für das junge Team, sich nächste Woche zu regenerieren und sich auf das Auswärtsspiel in Merkstein am 23. Januar um 20 Uhr vorzubereiten. „Wir fahren da als Außenseiter hin und werden ohne Druck und befreit aufspielen“, blickt Schellenbach voraus.

Das Team freut sich auf die Unterstützung der eigenen Fans im zu erwartenden „Hexenkessel“ in Merkstein.

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