Am Ende können Kinder über das Wasser laufen

Von: Leona Otte
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Auch diese Mädels hatten ihren großen Spaß am Schwimmfest der Grundschulen. Foto: L. Otte

Stolberg-Münsterbusch. Einmal im Leben übers Wasser laufen, ein Ding der Unmöglichkeit? Nicht für 80 Jungs und Mädels aus den Grundschulen unserer Stadt. Wurde ihnen doch jetzt beim gemeinsamen Schwimmfest im Hallenbad Glashütter Weiher genau diese Erfahrung zuteil.

Aber zugegeben, eine kleine Hilfestellung gab es schon! Bereits am frühen Morgen fanden sich Lehrer und etwa 100 Schüler aus der dritten und vierten Klasse in der Schwimmhalle ein: vorfreudig, gespannt und voller Euphorie. Lange hatten sie diesem Tag entgegengefiebert und sich penibel darauf vorbereitet, wann immer der reguläre Schwimmunterricht im Unterricht auf dem Stundenplan stand.

„Die Kinder können es nie abwarten, dass das Schwimmfest hier stattfindet. Und wenn es dann soweit ist, ist es immer total schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung sie dabei sind“, sagte Anja Drummen, Lehrerin der KGS Bischofstraße. Endlich hieß es, ab in die Badehose und rein ins Wasser. Die Spiele konnten beginnen.

Jede Schule, darunter die OGGS Mausbach, die OGGS Zweifall, die OGGS Donnerberg, die Grundschule Breinig, die KGS Atsch, die Grundschule Grüntal sowie die Grundschule Hermannstraße und die OGGS Gressenich, hatte die Möglichkeit, mit zehn von 13 Schülern im Wechsel an den Start zu gehen.

Gespielt wurden insgesamt sechs Spiele: vom Ausdauerschwimmen, über ein Tauchringspiel bis hin zum witzigen Kleiderschwimmen – alles, was Vielseitigkeit, Kooperation und Schnelligkeit erforderte, war für die kleinen Wasserratten pures Vergnügen.

„In der Eifel oder in Eschweiler ist es zum Beispiel so, dass dort zwischen den Schulen ein richtiger Wettkampf betrieben wird. Bei uns dagegen steht primär der Spaß im Vordergrund“, verdeutlichte Petra Bleimann, Schulleiterin der OGGS Gressenich, die das Schwimmfest zusammen mit Stephanie Maletz von der KGS Atsch organisiert hatte. Darauf bedacht, die Spiele so zu gestalten, dass jeder sie meistern kann, versuchten alle Schüler ihr Bestes zu geben. Vor allem bei dem letzten Juxstaffel-Spiel, indem es ja schließlich darum ging, über das Wasser zu laufen, wurden noch einmal alle nötigen Kräfte mobilisiert.

Eine dunkelblaue Mattenbahn, die im Vorfeld in dem großen Becken aufgebaut wurde, verlief von A nach B. Nacheinander bestand die Herausforderung darin, so schnell es geht bis zum Ende der Bahn zu laufen, ins Wasser zu springen und danach die verbleibenden Meter bis zum Rand des Beckens zu schwimmen. Sobald ein Kind an dessen Ende anschlug, wurde die Zeit gestoppt und das Nächste konnte starten.

Aufgeregt feuerten die Teams ihre Mitschüler an, die manchmal gekonnt, manchmal etwas wackelig auf den Beinen über die rutschige Matte balancierten. Dass Schwimmen eine echte Leidenschaft für Kinder bedeutet, brachte die elfjährige Valentina Peci zum Ausdruck: „Wenn ich halt schwimme und tauche, dann ist das, als ob ich eine Meerjungfrau wäre. Das Wasser ist sozusagen mein Leben, es zieht mich einfach an“, sagte die Schülerin der KGS Bischofstraße mit Blick auf die Anderen, die nach dem spannenden Spiel erstmal die Matte gestürmt hatten.

Punkte ausgezählt

Während die Jungs und Mädels darauf herumplanschten, zählte Petra Bleimann die Punkte aus. Das Rennen machte am Ende, neben der Grundschule Breinig auf dem zweiten und der OGGS Mausbach auf dem dritten Platz, die KGS Bischofstraße.

Nach Übergabe der Urkunden und Pokale durch Schirmherr Bürgermeister Tim Grüttemeier konnten alle Schüler stolz auf sich sein. So stand auch für Valentina fest: „Eigentlich müssten alle Sieger sein, weil alle fair waren, die Regeln beachtet- und sich gegenseitig unterstützt haben“, sagte die Elfjährige zum Abschluss des Wettbewerbes im Beisein ihres Mitschülers Huy Hoang.

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