Am Dienstag fällt der Startschuss für die Bioabfalltrennung

Von: tol
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Dienstag geht´s los: Bernhard Lins (l.), Sylvia Pauquet (3.v.r) und Sebastian Van Vlodrop (r.) von der „gabco” Kompostierungsgesellschaft, von der Stadtverwaltung Sven Poschen (2.v.l) und Oberbaurat Andreas Pickhardt (3.v.l.) sowie AWA-Abfallberaterin Heike Stiller beim Startschuss zur Bioabfalltrennung. Foto: T. Lammertz

Stolberg. Ab dem morgigen Dienstag stehen sie zur Verfügung - die grünen Tonnen für Bioabfälle aus der Küche. Gleich neben den bekannten Grünschnittcontainern in den Stadtteilen und auf dem Recyclinghof an der Hasencleverstraße 29 warten sie auf pflanzliche organische Abfälle: montags in Büsbach, Gressenich, Schevenhütte und Dorff, tags drauf in Münsterbusch, Zweifall und Vicht, mittwochs in Atsch, Breinig(er Berg) und Venwegen, donnerstags auf dem Donnerberg und in Werth.

Die Grünschnittcontainer samt grünen Tonnen sind in der Regel von 16 bis 18 Uhr offen - mit Ausnahme von Schevenhütte (15 bis 17 Uhr) und Atsch (15.30 bis 17.30 Uhr). Der Recyclinghof Haas ist montags bis freitags von 7.30 bis 18 und samstags von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet.

Das gehört in die Tonne

In den Bioabfall gehören rohe und gekochte Gemüseabfälle, zum Beispiel Kartoffel- und Zwiebelschalen, Kohlstrünke und Salatblätter, Obstabfälle, auch Zitrusfrüchte- und Bananenschalen, Teebeutel und Teesatz, Filtertüten mit Kaffeesatz, Eier- und Nussschalen, verwelkte Schnittblumen und Topfpflanzen - natürlich ohne Topf -, rohe und gekochte Speisereste ohne Gräten und Knochen, verdorbene Nahrungsmittel ohne Verpackung, lebensmittelverschmutzte Papierküchentücher und Zeitungspapier zum Einwickeln von Kartoffel- und Obstschalen. Bioabfallbeutel aus Kunststoff sind nicht zugelassen, selbst dann nicht, wenn sie die Auszeichnung „kompostierbar” tragen.

Damit alles korrekt und reibungslos läuft, betreuen Mitarbeiter der AWA Entsorgungsgesellschaft den ersten Sammeltermin an jedem Standort, verteilen Flyer mit Infos und Tipps. Und weil es sich ausschließlich um ein Angebot für Stolberger handelt, wird um Vorlage der Abfallcard oder des Personalausweises gebeten.

„Wer viel kocht, spart ganz schön Restmüllkapazität”, sagt Heike Stiller von der AWA-Abfallberatung. Und kann möglicherweise auf kleinere Restmülltonnen oder längere Abfuhrintervalle umstellen, wie Sven Poschen vom Umweltamt der Stadt ergänzt. 35, 40, 60, 80, 120, 240 und mehr Liter, dazu die wöchentliche Abfuhr oder alle zwei Wochen: In Stolberg gibt´s reichlich Auswahl.

Der Bio-Küchenabfall wird der „normalen” Kompostierung zugeführt, während der Stolberger Grünschnitt wegen der schwermetallbelasteten Böden nur noch als Füllmaterial bei der Klärschlammkompostierung zu brauchen ist und bei Rekultivierungen und auf Halden landet. Küchenabfall gilt darüber hinaus aus „geringstbelastet” und soll ab 2012 zur „Vergärung” nach Würselen gebracht werden, wo er zu Biogas, Strom und Wärme wird.

Abgesehen davon, dass Stolberg vorgeschrieben bekam, die Bioabfalltrennung trotz der Bodenbelastung anzubieten, sprechen auch Kostengründe dafür. So rechnet Sven Poschen vor, dass die Entsorgung von 1000 Kilogramm Restmüll mit rund 166 Euro mehr als doppelt so teuer sei wie die der gleichen Menge Bioabfall, bei der rund 80 Euro anfielen.
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