Altstadt bietet die Bühne und den Rahmen

Von: Dirk Müller
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„Kunst auf dem Weg” in der K
„Kunst auf dem Weg” in der Kupferstadt: Im Skulpturengarten am Hammerberg wandelten die zahlreichen Besucher durch einen abwechslungsreichen Parcours von Foto: D. Müller

Stolberg. Bereits kurz nach 11 Uhr werden am Sonntag die Parkplätze in Altstadtnähe knapp, denn es heißt wieder „Kunst auf dem Weg” (KadW), und viele Interessierte machen sich auf eben diesen Weg, um einen ausgedehnten Kunstspaziergang zu unternehmen.

Die Zielsetzung der KadW-Organisatoren ist, mit den Werken von rund 40 Künstlern an 10 Stationen eine möglichst große Bandbreite von Kunst in der Kupferstadt zu präsentieren und dabei gleichsam die Schönheit der Stolberger Alt- und Innenstadt in den Vordergrund zu stellen. Und dieses Konzept geht wieder auf.

„Schau mal dort”, „toll” und „ist das schön hier” sind häufige Aussprüche, die man zwischen Hammerberg und Ritzefeldstraße hört. Ob einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen - oft mit Fotokameras in unterschiedlichen Ausführungen ausgestattet, erfreuen sich die Besucher sowohl an den Kunstobjekten, als auch an der pittoresken Umgebung der Altstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten.

Als Startpunkt nutzen viele Kunstspaziergänger den Hammerberg; so auch ein zwölfköpfiger Kegelclub, der eigens aus dem Westerwald anreist, um „Kunst auf dem Weg” durch die Kupferstadt zu erleben.

„Künstler aus der Region”

Am Tennisclub Blau-Weiß ist eine große Baumskulptur zu bewundern, und gegenüber im Atelierhaus und Skulpturengarten beginnt eigentlich die Ausstellungsreihe „Schmiede aus der Region” , bei der die Plastiken von Alexander Göttmann präsentiert werden.

Doch die zu „Kunst auf dem Weg” zusätzlich ausstellenden Künstlerinnen sind derart angetan von Atelier und Garten, dass sie sich spontan entschließen, die Schau ihrer Werke ebenfalls zu verlängern.

Die Reihe „Künstler aus der Region” ist geboren und die Skulpturen, Malerei, Installation und Papierkunst von Birgit Engelen, Alexander Göttmann, Gotthardt Walter, Carmen Kahn, Christine Rozina und Josefine Schiffer werden noch bis zum 18. September zu sehen sein.

An der Finkenbergkirche bestaunen viele Gäste die Kunstinstallationen neben und im Gotteshaus genauso wie den Kupfermeisterfriedhof und genießen „nebenbei” noch den Blick auf die malerische Stolberger Burg. Der weitere Kunst-Weg führt durch die verträumte Finkenberggasse.

Dort bleibt wegen Krankheit zwar das Haus von Roswitha Preis geschlossen, aber Anne Hoffman hat die Pforte geöffnet, um ihre Malerei in einem typischen Altstadthaus zu zeigen.

Am Alter Markt angekommen bietet der Kunsthandwerkerhof mit der Bodega sich als Zwischenstation an. In historischem Ambiente zeigen sechs Künstler ihre Werke und die Druckmanufaktur traditionelle Handwerkskunst.

Nun führt der Kunstspaziergang Richtung Burg: Das Museum Torburg lockt mit einer Sonderausstellung, die Burg-Galerie mit der aktuellen Artibus-Ausstellung und der alte Friedhof St. Lucia mit Grafiken und Metallobjekten.

Auf dem alten Spielplatz an der Bergstraße ist unter dem Motto „Streetartig” junge Kunst zu sehen und aus den Besuchern gereichten Cocktails entsteht eine Becherinstallation. Malerei, Installation, Fotografie und keramische Objekte von fünf Künstlern im Atelierhaus Lynen an der Ritzefeldstraße runden den abwechslungsreichen Kunstspaziergang ab, der die Vielfalt der Kupferstädter Kunstszene ebenso zu Tage fördert wie die Schönheit der Stolberger Altstadt, um die uns mancher auswärtiger Besucher beneidet.

Unterwegs zeigt die geschichtsträchtige Kupferstadt sich von ihrer besten Seite und an den einzelnen Stationen verschmelzen Kunst und Kommunikation zu einer faszinierenden Einheit: Bereitwillig tauschen sich nicht nur die Betrachter untereinander aus, sondern kommen auch mit den Künstlern ins Gespräch.
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