Alte Sägen locken Besucher ins Solchbachtal

Von: Christoph Hahn
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Die ehrenamtlichen Mitarbeiter setzen ein kunterbuntes Zeichen: Österlicher Schmuck heißt beim offiziellen Saisonstart im Zweifaller Museumssägewerk die Besucher willkommen. Foto: Christoph Hahn

Stolberg-Zweifall. Es hat sich zwar dieses Mal nicht gleich eine ganze Gruppe angemeldet. Und doch sind es am Ende so um die 20 Besucher, die den Weg an die Jägerhausstraße gefunden haben. Entgegen dem ersten Anschein wurde der erste Öffnungstag nach der Winterpause im Museumssägewerk Zweifall am Rande des Solchbachtals zu einem Erfolg.

Geradezu hingerissen folgen die Gäste den Erklärungen des Mannes, den einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter nur den „Chef“ nennt: Forstdirektor Robert Jansen, der Vorsitzende des Museumsvereins. Er gibt an diesem Samstagnachmittag mt viel Geduld und mit anschaulichen Erklärungen sein Wissen um den Umgang mit Holz und von den Menschen, die das leisten, an seine neugierigen Zuhörer weiter, große wie kleine.

Höhepunkt ist das Sägegatter

Noch bevor zwei der Museumsmitarbeiter, Richard Feeser und Herbert Rüben, als Höhepunkt der nachmittäglichen Führung das große Sägegatter anwerfen, hat ihre Kollegin Andrea Pohl sich auf dem Freigelände des Museums sich viel Arbeit gemacht. Draußen, da wo der Schriftzug „Museumssägewerk“ Spaziergänger auf eben jene Sehenswürdigkeit hinweist, hat die Ehrenamtlerin einen Strauch mit vielen ausgeblasenen und bunt angemalten Eiern festlich österlich dekoriert.

Der „Chef“ Robert Jansen lenkt derweil die Blicke seiner Besucherschar auf die Schätze an den Wänden und an der Decke des Museums. Selbst für „Wiederholungstäter“ gibt es immer wieder etwas zu entdecken. In der Tat baumelt auch diesmal ein Neuzugang der Sammlung hoch über den Köpfen der Gäste: Es ist eine (motorisierte) Bügelsäge, mit der einst Arbeiter eines Sägewerks Rundholz bearbeitet haben.

Auch sonst hat sich im wenige Meter abseits der Jägerhausstraße gelegenen Museum durchaus das eine oder andere getan, auch wenn das Publikum nach dem traditionellen Adventssägen erst mal außen vor bleiben musste.

Das Gatter, quasi das Prunkstück im Bestand, war noch kurz bevor das hoch verehrte Publikum wieder herein durfte, dran. Es wurde 1934 in Sachsen gebaut und konnte seinerzeit durch Antrieb über einen Traktor sogar mobil eingesetzt werden. Sägeblätter nachsehen, Schrauben nachziehen – die übliche Dinge halt, die getan werden müssen, nachdem der Betrieb lange geruht hat. Wobei – ein wachsames Augen hatten Jansen und die Seinen auch in jener Zeit auf ihr Museum gehabt.

Umgebung wurde aufgehübscht

Frühling ist es inzwischen geworden, und so haben die fleißigen Mitarbeiter nicht nur das hölzerne Gebäude für die Öffnungstage (siehe Infotext) bereit gemacht, sondern auch dessen Umgebung aufgehübscht, geharkt, die Dachrinne gesäubert und ähnliche Arbeiten mehr verrichtet.

Ein ganz wichtiges Projekt, vielleicht das wichtigste seit der Eröffnung im September 2008: „Was wir jetzt noch vor der Brust haben, ist das Schaugatter“, sagt Robert Jansen und weist damit auf das Vorhaben hin, dessen Spuren der Betrachter schon jetzt da sieht, wo der Weg vom Parkplatz an der Straße zum Museum abbiegt. Über das genaue Datum äußert sich der „Chef“ nur relativ zurückhaltend: „Vor oder nach den Sommerferien sind wir fertig.“ Dafür gibt es dann ein King-Size-Ausstellungsstück vom Allerfeinsten, das beleuchtet werden und sogar von unten betrachtet werden kann. Es bleibt also spannend im Solchbachtal bei Zweifall.

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